14.01.2010 | 00:28

LH Pröll: Land NÖ übernimmt 600 Kilometer an Bahnstrecken

Grundsatzvereinbarung zwischen Bund, Land und ÖBB präsentiert

Präsentierten die Grundsatzvereinbarung zwischen dem Land Niederösterreich, dem Bund und den ÖBB: ÖBB-Vorstandssprecher Peter Klugar, Bundesministerin Doris Bures, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Johann Heuras
Präsentierten die Grundsatzvereinbarung zwischen dem Land Niederösterreich, dem Bund und den ÖBB: ÖBB-Vorstandssprecher Peter Klugar, Bundesministerin Doris Bures, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Johann Heuras© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Nach intensiven Verhandlungen konnten heute im Rahmen einer Pressekonferenz im Palais Niederösterreich Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bundesministerin Doris Bures, Landesrat Mag. Johann Heuras und ÖBB-Vorstandssprecher Peter Klugar eine neue Grundsatzvereinbarung zwischen dem Land Niederösterreich, dem Bund und den ÖBB präsentieren.

Landeshauptmann Pröll sprach im Hinblick auf die Grundsatzvereinbarung von einem „Ergebnis, das neue Perspektiven im Nahverkehr in Niederösterreich eröffnet". So werde das Land Niederösterreich als einen Eckpunkt der Grundsatzvereinbarung die Schmalspurbahnen Mariazellerbahn, Waldviertler Schmalspurbahn und Ybbstalbahn, die Schneeberg-Zahnradbahn, drei normalspurige Bahnstrecken (die Donauuferbahn, den Reblausexpress und die Thayatalbahn) sowie sämtliche bereits aufgelassenen Strecken übernehmen, skizzierte der Landeshauptmann. Die Bahnstrecken, die vom Land Niederösterreich übernommen werden, umfassen rund 600 Kilometer Gleis, weiters kommen 10 Millionen Quadratmeter an Grund hinzu. Pröll: „Zu diesem Zweck werden wir eine eigene Landesbahngesellschaft gründen." In den Ausbau der übernommenen Strecken werden 140 Millionen Euro investiert, je 45 Millionen Euro seitens des Landes sowie des Bundes, 50 Millionen Euro durch die ÖBB.

„Ab 2013 wird es zum Einsatz einer neuen Fahrzeuggeneration kommen, verbunden mit einer regelmäßigen Qualitätskontrolle", informierte Landeshauptmann Pröll über einen weiteren Eckpunkt der Vereinbarung. Damit werde vor allem auf Klagen von Pendlern über Zugverspätungen und mangelnden Komfort reagiert: „Diese Vereinbarung ist der Grundstein dafür, dass für die Pendler ein deutlich besseres Angebot geschaffen werden kann." „Ab heuer wird das Land dafür zusätzlich 5,5 Millionen Euro aufbringen, ab 2013 wird sich dieser Beitrag auf 8 Millionen Euro erhöhen", so Pröll.

Weiters ist in der Vereinbarung die Sanierung der Langsamfahrstrecken auf der Erlauftalbahn und der Traisentalbahn enthalten. „Diese Langsamfahrstrecken werden noch heuer saniert", kündigte Pröll an.

Von einem „wirklich guten Gesamtpaket" sprach auch Bundesministerin Bures. „In Niederösterreich benutzen Tag für Tag rund 200.000 Menschen die Bahn", berichtete die Ministerin. Durch die Grundsatzvereinbarung sei sichergestellt, dass in Niederösterreich auch in Zukunft ein Angebot von 22,9 Millionen Zugkilometern pro Jahr zur Verfügung gestellt werden könne.

Für Landesrat Heuras stellt die heute präsentierte Grundsatzvereinbarung den „Beginn einer neuen Ära im öffentlichen Verkehr in Niederösterreich" dar. Gewinner seien die Pendler, aber auch der Tourismus und viele Gemeinden in Niederösterreich, kündigte der Landesrat auch bereits an, beispielsweise die Mariazellerbahn oder die Donauuferbahn attraktivieren zu wollen.

ÖBB-Vorstandssprecher Klugar sprach von einer hervorragenden „wirtschaftlichen Basis für den Personennahverkehr in Niederösterreich". Rund 2,3 Milliarden Euro würden bis zum Jahr 2014 investiert, etwa in den Lainzer Tunnel oder in den Hauptbahnhof St. Pölten. Wesentlich sei für ihn auch die gemeinsame Entwicklung des Fahrplans mit dem Land Niederösterreich, so Klugar.

 

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