30.12.2009 | 15:47

InnovationsassistentInnen beleben Wirtschaftsstandort NÖ

Bohuslav: Bedürfnisse der Wirtschaft genau getroffen

Zur Steigerung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von Klein- und Mittelunternehmen wurde im Jahr 2002 das Förderprogramm „Innovationsassistent" gestartet. Eine Evaluierung bestätigt den Erfolg des Programms: bisher wurden über 100 InnovationsassistentInnen in niederösterreichischen Betrieben eingesetzt. Aufgrund des Erfolgs soll das Programm ab dem kommenden Jahr ausgeweitet werden.

„Bereits seit sieben Jahren unterstützen wir zukunftsträchtige Unternehmen bei der Umsetzung innovativer Projekte durch Beteiligung an den Personal- sowie an den projektbezogenen Beratungskosten. Damit wird die für die Wettbewerbsfähigkeit so wichtige Innovationskultur und Forschungskompetenz der Betriebe begünstigt. Die Evaluierungsergebnisse bestätigen, dass wir mit diesem Förderprogramm die Bedürfnisse der Wirtschaft genau getroffen haben", betont Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav im Hinblick auf das Förderprogramm, welches Betrieben die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen zur Verfügung stellt, damit diese abseits des Tagesgeschäfts auch ihre Ideen für innovative Projekte oder neue Marktangebote umsetzen können.

Bisher kamen ausschließlich kleinere und mittlere Unternehmen in den Genuss dieser Maßnahme, ab 2010 können unter bestimmten Bedingungen auch Großunternehmen teilnehmen. Gefördert wird dabei die Durchführung eines konkret definierten Innovations- bzw. Forschungsvorhabens, für dessen Umsetzung eine eigene Person, der bzw. die so genannte InnovationsassistentIn, neu aufgenommen wird. Geeignet für diese Position sind alle Universitäts- und (Fach)-HochschulabsolventInnen, deren Abschluss nicht länger als fünf Jahre zurückliegt. Weiters geeignet sind ab 2010 auch AkademikerInnen, die mindestens zwei Jahre in einer universitären oder außeruniversitären Forschungseinrichtung einschlägig beschäftigt waren und danach direkt in das Unternehmen des Förderwerbers wechseln. Das Förderprogramm beinhaltet eine maßgebliche Beteiligung an den Personal- bzw. projektbezogenen Beratungskosten sowie eine begleitende Projektevaluierung. Zusätzlich wird den InnovationsassistentInnen die Ausbildung zum Innovationsmanager im Rahmen eines Universitätslehrganges an der Donau Universität in Krems ermöglicht.

Die Bilanz der bislang erfolgten Aktivitäten im Rahmen des Förderprogramms fällt sowohl für die beteiligten Unternehmen als auch die neu verpflichteten InnovationsassistentInnen erfreulich aus: Für zwei Drittel der teilnehmenden Unternehmen - die meisten stammen aus dem Bereich Prozessoptimierung/Logistik bzw. Maschinenbau/Metall - stellte die Förderung eine wesentliche Erleichterung des Projekts dar. Zudem konnten die Unternehmen neue Kooperationen von langfristiger Bedeutung aufbauen. Als signifikant erwiesen sich auch die Fortschritte punkto Wettbewerbsfähigkeit: Drei Viertel der Teilnehmer entwickelten neue Marktangebote, 80 Prozent konnten die in ihrem Unternehmen eingeführten Technologien bzw. Projektmanagement-Methoden deutlich verbessern. Etwa neun von zehn geförderten Unternehmen gelang es, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. Dass die InnovationsassistentInnen entscheidend zu diesem Aufschwung beigetragen haben, wird auch dadurch unterstrichen, dass zwei Drittel weiterhin als wichtige Know-How-TrägerInnen in den geförderten Betrieben beschäftigt sind oder es sogar in leitende Positionen geschafft haben.

Die Strahlkraft der Aktion wird auch durch die Tatsache bestätigt, dass das Projekt „Innovationsassistent" im Jahr 2008 von der Europäischen Kommission mit dem „RegioStars Award" ausgezeichnet wurde. Aktuell wird das Programm im Rahmen eines EU-Projekts als Best Practice Beispiel in anderen Regionen wie der Toskana oder Mazedonien implementiert.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Wirtschaft, Tourismus und Technologie, Martina Ebner, Telefon 02742/9005-16111, e-mail martina.ebner@noel.gv.at.

 

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