30.11.2009 | 10:21

Verleihung der Wissenschaftspreise des Landes NÖ

LH Pröll: „Anzahl der Forscher in NÖ verdoppeln"

Am vergangenen Freitagabend, 27. November, wurden im Audimax der Donau-Universität Krems die Wissenschaftspreise des Landes Niederösterreich verliehen. Damit wurden herausragende Leistungen in den Kategorien „Wissenschaft" und „Erwachsenenbildung" gewürdigt.

Niederösterreich habe sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten von einem „Land der rauchenden Schlote" hin zu einem Land der rauchenden Köpfe" gewandelt", betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Gespräch mit Moderatorin Inge Winder. In den vergangenen 15 Jahren sei es gelungen, eine Wissenschafts- und Forschungsachse in Niederösterreich zu installieren, von der Donau-Universität Krems über Tulln und das ISTA in Klosterneuburg bis hin zu MedAustron in Wiener Neustadt. Der Landeshauptmann: „Wir möchten in den nächsten zehn Jahren die Anzahl der Forscher in Niederösterreich von 1.000 auf 2.000 verdoppeln." Zum Bereich der Erwachsenenbildung verwies der Landeshauptmann auf 28.000 Veranstaltungen mit rund 850.000 Besuchern: „Wir wollen auf breitester Ebene einen Zugang möglich machen."

Der Rektor der Donau-Universität Krems, Univ.Prof. Dr. Jürgen Willer, sagte in seinen einleitenden Worten, mehr als je zuvor sei die Wissenschaft gefordert, „ihre Arbeit öffentlich zu diskutieren und mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen". Die „Lange Nacht der Forschung" etwa sei „ein wichtiger Beitrag zu diesem Dialog".

Die Gastrede hielt die Wissenschafterin Prof. Dr. Doris C. Rusch vom MIT (Massachusetts Institute of Technology), die derzeit „Visiting-Professorin" an der Donau-Universität Krems ist. Sie beschäftigt sich mit der jungen Disziplin der Computerspielforschung und betonte, Wissenschafterinnen und Wissenschafter sowie ihre Disziplinen müssten zunächst sichtbar gemacht werden, um in weiterer Folge Anerkennung erlangen zu können.

Landeshauptmann Pröll überreichte die Auszeichnungen an insgesamt neun WissenschafterInnen und ErwachsenenbildnerInnen. In der Kategorie Wissenschaft gingen die beiden Würdigungspreise an Univ.Prof. Dr. Dieter Falkenhagen (Department für Klinische Medizin und Biotechnologie, Donau-Universität Krems) und em. o. Univ.Prof. Mag. Dr. DDr. h.c. Elisabeth Lichtenberger (Institut für Geografie und Regionalforschung, Universität Wien).

Die Anerkennungspreise in der Kategorie Wissenschaft konnten Dr. Kurt Decker (Department für Geodynamik und Sedimentologie, Universität Wien), DI Alexander Kusternig (Institut für Computergrafik und Algorithmen, Technische Universität Wien), DI Dr. Dietrich Liko (Institut für Hochenergiephysik, Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Priv.Doz. Mag. Dr. Andreas H. Zajic, MAS (Institut für Mittelalterforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften) entgegen nehmen.

In der Kategorie Erwachsenenbildung wurden Mag. Dr. Erich Rabl (Institut für Geschichte, Universität Wien) mit dem Würdigungspreis sowie Christoph Mayer, Niklas Perzi und Ernst Wurz von der Waldviertel Akademie bzw. Prof. Harald Mandl (Autor und Literaturvermittler) mit Anerkennungspreisen ausgezeichnet.

Erstmals erhielten heuer alle PreisträgerInnen eine von Judith Fegerl entworfene Trophäe mit dem Namen „hyle". Die musikalische Gestaltung oblag dem niederösterreichischen Klarinettenquartett „Clari.net.work".

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