12.11.2009 | 13:28

7. Geburtstag des NÖ Landesmuseums in St. Pölten

Eröffnungsreigen ab 13. November

„Stillstand ist Rückstand", sagte Mag. Carl Aigner, Direktor des NÖ Landesmuseums, heute, 12. November, in St. Pölten bei einer Pressekonferenz zum Abschluss der zweiten Ausbaustufe des 2002 in St. Pölten eröffneten Hauses, des ersten Landesmuseums-Neubaus der Zweiten Republik. Die neu errichteten und umgestalteten Flächen umfassen 1.328 Quadratmeter, die Kosten betragen 6,5 Millionen Euro. Vorgenommen wurde der Umbau vom Architekturbüro RATAPLAN, dessen Projekt laut Juryentscheid am besten mit der bestehenden Substanz von Prof. Hans Hollein korrespondiere.

Mit dem Weiterbau, der sowohl eine komplette Erweiterung der Infrastruktur, vom barrierefreien Zugang über die Neugestaltung des Foyers bis hin zu einer eigenen Museumsgastronomie, als auch eine inhaltliche Neupositionierung mit einer - neben Kunst und Natur - stärkeren Akzentuierung der Landesgeschichte als dritter Säule des Universalmuseums bringe, sei man in eine neue Dimension hinsichtlich der vielfältigen Schätze des Landes und ihrer BesucherInnen eingetreten. „Nur mit BesucherInnen, die unbedingt wiederkommen wollen, können sich Kultureinrichtungen innerhalb des reichhaltigen Freizeitangebotes behaupten", so Aigner.

Morgen, Freitag, 13. November, wird Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll um 19 Uhr sowohl den neuen Landesgeschichte-Bereich als auch die Neuaufstellung der Kunstsammlung eröffnen. In dem neuen, rund 300 Quadratmeter großen Ausstellungsraum wird als erste Sonderausstellung zur Landesgeschichte „Schätzereich - Schicksalsreich - Niederösterreich. Kostbarkeiten aus zwei Jahrtausenden" präsentiert. Kuratorin Dr. Elisabeth Vavra konnte für diese 2.248 Jahre umfassende Zeitreise von den ersten keltischen Funden bis zum Revolutionsjahr 1848 neben den Beständen des Hauses auch auf ausgewählte Kostbarkeiten aus Museen und Klöstern in ganz Niederösterreich zurückgreifen.

Mit der Neuaufstellung der ständigen Präsentation will das NÖ Landesmuseum der Vielfalt seiner Sammlung mehr gerecht werden. Räumliche Veränderungen, Meisterwerke, die lange nicht mehr zu sehen waren, und die neue Unterteilung in „Mittelalter bis Barock", „Waldmüller bis Schiele" sowie „Kokoschka bis Rainer" sollen einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Kunst in Niederösterreich geben.

Am Samstag, 14. November, wird Landesrat Mag. Johann Heuras um 18 Uhr die beiden Sonderausstellungen „Helga Philipp - Poesie der Logik" und „antours - Individualreisen für Ameisen" eröffnen. Für die rund 250 Arbeiten umfassende Retrospektive zum 70. Geburtstag der 2002 verstorbenen Pionierin konkreter Kunst in Österreich hat das Landesmuseum u. a. gemeinsam mit der Universität für angewandte Kunst den Nachlass der seit den siebziger Jahren in Ternitz ansässigen Künstlerin aufgearbeitet. „antours" wiederum ergänzt auf witzig-ironische Weise die derzeitige Hauptausstellung im Naturbereich, „Ameisen - Unbekannte Faszination vor der Haustür".

Am Sonntag, 15. November, lädt das Landesmuseum von 9 bis 17 Uhr zu einem Familientag unter dem Motto „Kleine Tiere, große Werke"; der Eintritt ist auf 1 Euro reduziert.

„Schätzereich - Schicksalsreich - Niederösterreich" läuft bis 11. April 2010, „Helga Philipp - Poesie der Logik" bis 24. Mai 2010 und „antours - Individualreisen für Ameisen" bis 7. Februar 2010; Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag bzw. Feiertag von 9 bis 17 Uhr. Nähere Informationen beim NÖ Landesmuseum unter 02742/90 80 90-999, e-mail info@landesmuseum.net und http://www.landesmuseum.net/.

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