30.10.2009 | 14:27

10 Jahre Essl-Museum in Klosterneuburg

LH Pröll „Ein Tor zur zeitgenössischen Kunst und Kultur"

Zu einem großen Festempfang anlässlich des Jubiläums „10 Jahre Essl-Museum" haben am heutigen Freitag, 30. Oktober, Prof. Agnes und Prof. KR Karlheinz Essl geladen. Als Gratulanten stellten sich neben Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll auch eine Vielzahl an Vertretern der heimischen Kunst- und Kulturszene sowie hohe Vertreter der Geistlichkeit und der Diplomatie ein.

„Für die Kulturarbeit des Landes ist hier ein unglaubliches Kraftfeld zuhause", betonte Landeshauptmann Pröll in seiner Festrede. In den zurückliegenden zehn Jahren sei es gelungen, „ein Tor zu öffnen, das es tausenden Besuchern ermöglicht hat, mit der zeitgenössischen Kunst und Kultur in Verbindung zu kommen". Der Landeshauptmann ging auch auf die erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit der Familie Essl ein: „Hier wurde ein Beispiel gesetzt, wie wirtschaftlicher Erfolg auf der einen Seite und beständige immaterielle Werte auf der anderen Seite über Generationen hinaus in Harmonie zusammenfinden können. Und diese Harmonie ist der Stoff, aus dem eine erfolgreiche Zukunft gemacht ist."

Man feiere das 10-Jahres-Jubiläum „an der Schwelle zu neuen Perspektiven", meinte Karlheinz Essl in seinen Worten. 7.000 Kunstwerke beherberge das Museum, und dafür „hat man auch Verantwortung, denn es sind unvergängliche Werte, die wir hier betreuen". Am Beginn des Museums habe eine Vision gestanden, so Essl: „Ein Haus für die Kunst unserer Zeit zu sein".

Als „Highlights" der vergangenen Jahre nannte er Ausstellungen wie zum Beispiel „Blut und Honig - die Zukunft liegt im Balkan", die die Kunst der Aborigines präsentierende Ausstellung „Spirit and Vision", die jungen chinesischen Künstlern gewidmete „China now" oder die derzeit noch bis 1. November laufende Ausstellung „Chalo India". „20 Ausstellungen aus unserer Sammlung wurden weltweit gezeigt, Leihgaben gingen an Museen in die ganze Welt", so Essl weiters über das in Klosterneuburg angesiedelte Museum, das derzeit 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. „Die Zukunft ist klar definiert: Die Vitalität und Aktivität am Leben zu halten und ein großes Publikum für die Kunst zu begeistern."

Über die Sammlung und das Essl-Museum referierte der Kunsthistoriker Prof. Dr. Dieter Ronte, Leiter des Forum Frohner. „Die Zeit der Museen ist erst gekommen", so der Wissenschafter, der über Anfänge und Entwicklung der Sammlung des Ehepaares Essl sowie des Museums sprach.

 

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