27.10.2009 | 15:33

Logistik-Erfahrungsaustausch mit Flandern

Bohuslav: Setzen auf überregionale Zusammenarbeit

Gemeinsam mit VertreterInnen der fünf heimischen Unternehmen Bene, Kotanyi, Logwin Solutions, Mierka Hafen Krems und Via Donau machte sich Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav am vergangenen Wochenende ein Bild von Flandern und damit von einer der Top-Regionen Europas im Bereich Logistik. Im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen der niederösterreichischen Landesrätin und dem flämischen Ministerpräsidenten Dr. Kris Peeters standen das Nutzen gemeinsamer Synergien und der Austausch von Informationen und Erfahrungen.

„Flandern ist nicht zuletzt aufgrund des Hafens Antwerpen einer der Top-Logistik-Standorte Europas. Hier setzen wir auf überregionale Zusammenarbeit, um den heimischen Unternehmen die besten Rahmenbedingungen bieten zu können. Ein wichtiges Thema ist hier zum Beispiel die Unterstützung bei der Optimierung von Warenströmen", betonte Bohuslav.

Im Rahmen des Arbeitsgesprächs mit dem u. a. für Wirtschaft und Tourismus zuständigen Ministerpräsidenten Peeters wurde auch ein gemeinsames Projekt gestartet, das den Aufbau einer regelmäßigen Ganzzugsverbindung zwischen Niederösterreich und Antwerpen zum Ziel hat. Weiters bekannten sich beide Regionen zur vertiefenden Zusammenarbeit in den Bereichen Logistik, Innovation und erneuerbare Energie. Ein gemeinsamer Workshop soll Kooperationsmöglichkeiten und Ziele weiter konkretisieren und via Benchmarksystem messbar machen. Ministerpräsident Peeters sprach in diesem Zusammenhang von einer „Win-Win-Situation" für beide Regionen.

Während des Besuchs der niederösterreichischen Delegation wurde auch der Hafen von Antwerpen inklusive des Containerterminals der weltweit zweitgrößten Reederei MSC besichtigt. Weitere Stationen waren das Nike Logistic Center EMEA und der Water Container Transport Terminal. Dem Netzwerkgedanken folgend gab es auch ein Zusammentreffen des NÖ Logistik Clusters mit dem flämischen Logistikcluster VIL zur Abstimmung der zukünftigen Arbeitsschwerpunkte.

Der Bereich Logistik macht in Flandern neun Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus und sichert 210.000 Arbeitsplätze.

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