13.10.2009 | 14:28

„Grüner Bericht 2008" liegt vor

Pernkopf: Ländlichen Raum weiter stärken

Der kürzlich erschienene „Grüne Bericht 2008" enthält auf insgesamt 160 Seiten Interessantes und Wissenswertes über die wirtschaftliche und soziale Lage der Land- und Forstwirtschaft in Niederösterreich. Die Agrareinkommen sind laut vorläufigen Berechnungen der Statistik Austria gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent je Arbeitskraft gesunken. Mit rund 40 Prozent Anteil an der Landesfläche leistet der Wald in Niederösterreich einen wesentlichen Beitrag zu den bäuerlichen Einkommen und damit auch einen beachtlichen Beitrag zur Beschäftigung. Einkommensstabilisierend wirkten hingegen die Förderungen und Leistungsabgeltungen der öffentlichen Hand.

Bei der Agrarproduktion brachte der Wegfall der verpflichtenden Stilllegung von Ackerflächen in der Europäischen Union, die intensivierte Produktion in Mittel- und Osteuropa sowie in den Ländern Südamerikas und Asiens deutlich rückläufige Notierungen für Agrarprodukte. Der Verfall der Produktionspreise ging einher mit einem dramatischen Anstieg der Betriebsmittelpreise, vor allem bei Mineraldünger.

In Niederösterreich ging im Jahr 2007 die Anzahl der Haupterwerbsbetriebe im Vergleich zu 2005 um 1.032 Betriebe oder 4,6 Prozent zurück. Die Anzahl der Nebenerwerbsbetriebe stieg im Vergleichszeitraum um 397 Betriebe bzw. 1,8 Prozent an. Die Personengemeinschaften und Betriebe juristischer Personen legten im Vergleich zu 2005 um 330 Betriebe bzw. 21 Prozent zu. Von den insgesamt 45.800 land- und forstwirtschaftlichen Betrieben Niederösterreichs sind rund 14.150 Bergbauernbetriebe.  

„Mit dem Programm Ländliche Entwicklung 2000 bis 2006 konnte in Niederösterreich eine Stärkung der Landwirtschaft und des ländlichen Raumes erzielt werden, die auch durch das Folgeprogramm bis 2013 gewährleistet ist", meint Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, der auch betont: „Dabei stellt die Europäische Union für Investitionsförderungen im ländlichen Bereich österreichweit 3,9 Milliarden Euro zur Verfügung, wobei Niederösterreich jährlich 156 Millionen Euro erhält."

Für Pernkopf spielt die Regionalität auch in der Ernährung eine immer wichtigere Rolle. „Die Initiativen ‚So schmeckt Niederösterreich\', ‚Echt aus Niederösterreich\' und ‚Genussregionen\' unterstützen diesen Trend und stärken damit den ländlichen Raum", meint dazu der Landesrat. „Regionale Lebensmittel bedeuten mehr Frische und Geschmack und geringe Transportwege, wodurch Umwelt und Klima geschont werden."

Nähere Informationen: Abteilung Landwirtschaftsförderung beim Amt der NÖ Landesregierung, Telefon 02742/9005-13558, http://www.gruenerbericht.at/

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