24.09.2009 | 13:47

NÖ Jugendstudie: Die Jugend ist viel besser als ihr Ruf

Heuras: Junge Menschen streben nach traditionellen Werten

„Zu wissen, wie die Jugend denkt und fühlt und welche Wertvorstellungen die Jugend hat, ist nicht nur für die Politik, sondern auch für die Wirtschaft wichtig", sagte Landesrat Mag. Johann Heuras heute, 24. September, bei der Präsentation der NÖ Jugendstudie in St. Pölten zu den Themen Wirtschaft und Energie. „Allgemein lässt sich bei den Jugendlichen ein verstärkter Optimismus, was die eigene und die gesellschaftliche Zukunft betrifft, erkennen. Die Verantwortlichen in der Politik können auf dieser positiven Grundeinstellung der Jugendlichen aufbauen und die notwendigen Rückschlüsse ziehen", so der Landesrat.

Die wirtschaftliche Entwicklung Niederösterreichs werde von den Jugendlichen insgesamt sehr gut bewertet, besonders im Vergleich zu anderen Bundesländern, so Heuras: „Die Jugendlichen sehen Niederösterreich eindeutig am attraktivsten als Standort zum Leben." Überwiegend positiv werde Niederösterreich aber auch als Standort für Arbeit und Beruf und als Standort für qualitative Fortbildung gesehen.

„Fragt man Jugendliche danach, welche Werte ihnen wichtig sind, so werden Familie, Freunde, langjährige Partnerschaft bzw. Haus & Garten am häufigsten genannt", sagte der Landesrat, der auch betonte: „Aus diesen Ergebnissen kann man schließen, dass es eine Sehnsucht unter der Jugend nach traditionellen Werten gibt, die ganz zentral für das persönliche Lebensglück sind."

In Bezug auf den Stellenwert von Wirtschaft und Arbeit im Unterricht meint der Landesrat: „Diese Themen müssen in den Schulen stärker behandelt werden. In der Jugendstudie geben nur 18 Prozent der jungen Menschen an, gut zu wissen, wie Betriebe und Wirtschaft funktionieren. Auch beim Verständnis von Inflation oder Währungssystemen gibt es bei den Jugendlichen Wissenslücken."

Auch die Berufsorientierung müsse viel mehr als heute ein fixer Bestandteil im Leben einer jeden Schülerin und eines jeden Schülers werden, meinte Heuras: „Dabei können auch die Mütter und Väter in die Pflicht genommen werden, denn Berufsorientierung funktioniert nur, wenn auch die Eltern mit an Bord sind." Die Berufsorientierung sei auch eine verstärkte Herausforderung für alle Lehrerinnen und Lehrer, ergänzte Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Ebenfalls ein Signal, das positiv für die Zukunft stimme, sei das Studienergebnis, dass in Niederösterreichs Jugend offensichtlich viel Unternehmergeist stecke. Die Mädchen seien aber viel stärker als die Burschen daran interessiert, einen Beruf zu haben, in dem sie viele Erfahrungen in anderen Ländern sammeln, so Zwazl.

„Die Jugend ist viel besser als ihr Ruf", meinte Heuras abschließend. Es sei nicht gerechtfertigt, Niederösterreichs Jugend schlecht zu reden. Der Jugend müsse noch mehr Wertschätzung und Respekt entgegengebracht werden. In den letzten Jahren sei die Jugend viel mehr Gefahren und Herausforderungen ausgesetzt gewesen als in der Vergangenheit, so der Landesrat. Daher sei ein Leit- und Orientierungssystem für die Jugendlichen notwendig, wie Beratungsstellen, betreute Jugendzentren oder die Schulsozialarbeit.   

Die NÖ Jugendstudie untersucht im dreijährigen Rhythmus die Meinungslage der jungen Menschen in Niederösterreich. Bei der aktuellen Studie für das Jahr 2009 wurden insgesamt 2.195 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren bzw. im Alter von 13 bis 15 Jahren befragt.

Nähere Informationen: NÖ Landesjugendreferat, Wolfgang Juterschnig, Telefon 02742/9005-13268.

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