17.09.2009 | 10:04

Schulsozialarbeit an allen Landesberufsschulen

Heuras: Land investiert bis zum Vollausbau 700.000 Euro

„Jugendliche stehen heute vor mehr Kreuzungen und Abzweigungen als früher. Zum Treffen der richtigen Entscheidungen brauchen sie mehr Unterstützung und Hilfe. Schulsozialarbeit ist daher vollkommen unverzichtbar geworden. Im Industrieviertel haben wir jetzt den Vollausbau erreicht", betonte gestern, 16. September, an der Landesberufsschule (LBS) Baden Bildungs-Landesrat Mag. Johann Heuras, der sich um einen weiteren Ausbau dieses niederschwelligen Beratungsangebotes auch an den NÖ Landesberufsschulen bemüht. Der diesbezügliche landesweite Vollausbau soll laut Heuras bis zum Jahr 2010 erreicht werden. „Das ist dem Land Niederösterreich insgesamt 700.000 Euro wert", so der Landesrat. Allein im Industrieviertel investiere das Land schon jetzt 248.000 Euro für die Schulsozialarbeit an den LBS.

In Niederösterreich wird die Schulsozialarbeit im Auftrag der Jugendwohlfahrt von Trägervereinen durchgeführt. Der freie Jugendwohlfahrtsträger „Jugend und Kultur Wiener Neustadt - Verein zur Förderung ganzheitlicher Jugend-, Sozial- und Kulturarbeit" mit Sitz in Wiener Neustadt hat bereits viel Erfahrung mit Schulsozialarbeit im Pflichtschulbereich und auch in der Arbeit mit Lehrlingen durch Projektarbeit. Mit seiner Einrichtung „Auftrieb - Schulsozialarbeit" ist er an der Landesberufsschule (LBS) Waldegg und an der LBS Theresienfeld bereits seit längerem in einer Pilotphase tätig. Die positiven Erfahrungen und der dringende Bedarf, BerufsschülerInnen verstärkt zu begleiten, haben nun dazu geführt, dass auch an den LBS in Baden, Neunkirchen und Wiener Neustadt noch heuer mit Schulsozialarbeit begonnen wird.

Ganz bewusst erfolgt die Sozialarbeit durch schulfremdes Fachpersonal, nämlich durch diplomierte SozialarbeiterInnen. Dadurch soll die Fachlichkeit in der Beratung zu persönlichen und sozialen Problemen der SchülerInnen gesichert werden. Andererseits ist aber auch die Schwierigkeit behoben, in die BeraterInnen aus dem Schulsystem geraten könnten, falls sich das jeweilige Problem des Schülers oder der Schülerin als Konflikt mit Angehörigen des Schulsystems herausstellt - es kann sozusagen die „Neutralität" gewahrt werden.

Nähere Informationen: Verein Jugend & Kultur, Einrichtung „Auftrieb - Schulsozialarbeit", Anna Lesnik, Telefon 0699/11 72 02 46 bzw. Büro LR Heuras, Markus Hammer, Telefon 02742/9005-12324, e-mail markus.hammer@noel.gv.at.

 

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