14.09.2009 | 00:35

NÖ Jugendstudie zu Entwicklung und Sicherheit präsentiert

Heuras: Jugend sieht die Zukunft positiv

„Jugendarbeit in Niederösterreich soll vor allem mit der Jugend und nicht nur für die Jugend gestaltet werden", betonte Landesrat Mag. Johann Heuras heute, 14. September, bei der Präsentation der NÖ Jugendstudie St. Pölten zu den Themen Entwicklung und Sicherheit. Partizipation als Beteiligung sei im Rahmen der Jugendpolitik das wichtigste Ziel. Die Politik könne nur Rahmenbedingungen setzen und nur Unterstützungsstruktur sein, die Aktivitäten und Initiativen müssten von der Jugend selbst ausgehen. Um die Angebote des Landes Niederösterreich und der Gemeinden effizient zu gestalten, sei es notwendig, umfangreiche Datengrundlagen über die NÖ Jugendstudie zu sammeln, so der Landesrat.

Die NÖ Jugendstudie untersucht im dreijährigen Rhythmus die Meinungslage bzw. die Stimmungen, Hoffnungen, Ängste, Wünsche und Befindlichkeiten der jungen Menschen in Niederösterreich. Bei der aktuellen derartigen Studie für das Jahr 2009 wurden insgesamt 2.195 Jugendliche im Alter von 15 bis 19 Jahren bzw. im Alter von 13 bis 15 Jahren befragt.

„Grundsätzlich positiv sehen die Jugendlichen ihre eigene Zukunft. 76 Prozent der Jugendlichen schätzen insgesamt die Entwicklung im Bundesland Niederösterreich als sehr gut oder gut ein", meinte Heuras. Ein großer Anteil der Jugendlichen habe sich in Vereinen integriert, was für ein höheres Selbstbewusstsein sehr wichtig sei. Vereinsarbeit sei bestens geeignet, nicht nur die Sozialisierung der Jugendlichen zu fördern, sondern sei auch eine wichtige Prävention gegen Gewalt und Drogen. 

„Die subjektive Beurteilung der Leistungen, die ‚meine\' Schule bietet, fällt bei den SchülerInnen der 8. Schulstufe im Vergleich zwischen den AHS- und den HauptschülerInnen unterschiedlich aus", betonte der Sozialforscher Dr. Erich Brunmayr, Autor der Studie. „Die HauptschülerInnen haben ihre Schule in allen Punkten wesentlich besser beurteilt als die SchülerInnen, die in einer AHS-Unterstufe sind", ergänzte Heuras, der auch betonte: „Offensichtlich fühlen sich viele AHS-SchülerInnen überfordert." Aufgabe sei es, die SchülerInnen in den richtigen Schultypus zu bringen, was auch mit einer Potenzialanalyse nach der Volksschule oder dem Top-Talente-Check möglich sei, so Heuras.

„Faktum ist, dass bei kombinierter Betrachtung der verschiedenen Gewaltformen rund 20 Prozent der Jugendlichen oft von Gewalterfahrungen betroffen sind", erklärte der Landesrat weiters. Außerdem suche laut aktueller Studie jeder fünfte Jugendliche mehr Geborgenheit. In diesem Zusammenhang fehle oft eine entsprechende Betreuung und Erziehung seitens des Elternhauses.

Bezüglich der Konsequenzen für die Jugendpolitik und Jugendarbeit meinte der Landesrat, dass in Zeiten, in denen die Gesellschaft starken Veränderungen unterworfen sei, die Schulsozialarbeit, der Ausbau von Beratungsstellen für Jugendliche, aber auch das Zugehen der ausgebildeten JugendberaterInnen auf die SchülerInnen immer bedeutender werde. Eine wichtige Aufgabe der Gemeinden sei es auch, eine noch größere Beteiligung der Jugend in den Vereinen zu erreichen.

Nähere Informationen: NÖ Landesjugendreferat, Telefon 02742/9005-13268, Wolfgang Juterschnig.

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