04.09.2009 | 09:49

MedAustron im internationalen Kontext

Penz: Gewährleistet Spitzenforschung und Spitzenmedizin in NÖ

Die konzeptionelle Planung für das Krebstherapie- und Forschungszentrum MedAustron in Wiener Neustadt ist abgeschlossen. Im Herbst dieses Jahres erfolgt die Projekteinreichung für die Umweltverträglichkeitsprüfung. Läuft alles nach Plan, soll Anfang 2011 mit den Bauarbeiten begonnen und 2013 bereits der Probebetrieb aufgenommen werden. Das sagte der technische Projektleiter von MedAustron, Michael Benedikt, gestern, Donnerstag, bei einer Enquete im NÖ Landhaus im St. Pölten.

Die Enquete war dem Thema Medizintechnik gewidmet. Hochkarätige Experten aus den Bereichen Medizin, Wissenschaft und Forschung informierten nicht nur über den aktuellen Stand der Medizintechnologie und der Ionentherapie. Sie erläuterten auch das geplante MedAustron-Projekt und zeigten die Möglichkeiten dieses Vorhabens im internationalen Kontext auf.

Auch Landtagspräsident Hans Penz, der zu dieser Enquete ins Landhaus eingeladen hatte, unterstrich die Bedeutung von MedAustron. In Niederösterreich werde damit eine europaweit bedeutende Wissenschafts- und Forschungseinrichtung errichtet. 

Einen wichtigen Beitrag zur medizinischen Versorgungssicherheit auf höchstem Niveau leisten für Penz auch die niederösterreichischen Spitäler. Seit Anfang 2008 befinden sich alle 27 Kliniken unter der Schirmherrschaft des Landes. „Die Landesklinikenholding ist damit einer der größten Gesundheitsdienstleister Österreichs - mit jährlich rund 400.000 Patienten, 8.200 Betten und etwa 19.000 Mitarbeitern."

Im künftigen Forschungszentrum (für klinische und nicht klinische Forschung) und Behandlungszentrum für Tumortherapie mit Ionenstrahlen sollen laut Betreiber, der EBG MedAustron GmbH, ab 2014 jährlich 1.200 Patienten behandelt werden. Aufgrund der mehrwöchigen Therapien der Patienten entspricht das rund 24.000 Behandlungen pro Jahr. Das Kernstück von MedAustron ist der Teilchenbeschleuniger. Planung und Entwicklung der Teilchenbeschleunigeranlage erfolgt in Kooperation mit der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN). Die Kosten für das MedAustron-Projekt werden mit 174 Millionen Euro beziffert.

 

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