07.07.2009 | 14:51

Landesregierung beschließt Förderung für Fachstelle für Gewaltprävention

Heuras: Gewalt als Thema bewusst machen und enttabuisieren

„Wir müssen Gewalt als Thema bewusst machen und enttabuisieren", meint Jugend-Landesrat Mag. Johann Heuras zu der seit April dieses Jahres bestehenden Fachstelle für Gewaltprävention. „Diese Fachstelle soll eine Drehscheibe, Infostelle und Plattform für Organisationen, Institutionen, Vereine und Private sein, die mit Kindern und Jugendlichen Beratungen und Präventionsprojekte zum Thema Gewalt durchführen, diesbezüglich Hilfestellungen geben und mit den Betroffenen arbeiten." Die NÖ Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung auf Initiative des Jugend-Landesrates eine Förderung für die Fachstelle für Gewaltprävention in der Höhe von 100.000 Euro beschlossen. Unglücklicherweise sei eine solche Stelle in der heutigen Zeit unerlässlich. „Wir müssen junge Menschen dabei unterstützen zu lernen, Konflikte gewaltfrei auszutragen. Je früher sie das lernen, desto besser", so Heuras.

Die Fachstelle für Gewaltprävention ist mit dem Ziel gegründet worden, die Vernetzung der bestehenden Organisationen und Einrichtungen, die in Niederösterreich im gewaltpräventiven Bereich arbeiten, zu optimieren, zu bündeln, zu vernetzen und zu unterstützen. „Wir gehen das Thema aktiv an, wollen thematisieren und Hemmschwellen abbauen. Wir wollen nicht wegschauen, sondern bewusst hinschauen", erklärt Heuras. Weiters ist die Fachstelle als Plattform für Ideen- und Projektentwicklung, als Clearingstelle sowie als Anlaufstelle für Öffentlichkeitsarbeit gedacht. „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht bei uns an erster Stelle", so der Jugend-Landesrat.

Derzeit finden die Viertelstreffen mit den Organisationen und Einrichtungen statt, die im gewaltpräventiven Bereich arbeiten, um den Bedarf an Fortbildungsveranstaltungen zu erheben und im Herbst dann in den vier Vierteln auch umzusetzen. Noch im Juli wird eine Homepage starten, die auch eine ExpertInnenliste beinhaltet, die Überblick über das bestehende gewaltpräventive Angebot in Niederösterreich gibt. Die Vernetzung mit den Blaulichtorganisationen, ExpertInnen und MultiplikatorInnen soll weiter intensiviert und der fachliche Austausch zwischen den Organisationen vertieft werden.

Weitere Informationen: Fachstelle für Gewaltprävention, Mag. Henriette Höfner, Telefon 02742-9005/18110.

 

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