29.06.2009 | 14:39

Aktuell noch 500 Feuerwehrmitglieder im Hochwassereinsatz

Sicherungsmaßnahmen und Aufräumarbeiten im Gange

Laut dem niederösterreichischen Landesfeuerwehrkommando ist aufgrund der aktuellen Wettervorhersagen in Niederösterreich derzeit noch keine Entspannung der Lage zu erwarten; im ganzen Landesgebiet sind Gewitterzellen mit lokalem Starkregen möglich. Die Sicherungsmaßnahmen und Aufräumarbeiten gehen im gesamten Land weiter; für die Sicherheit der Bevölkerung sind ausreichend Sandsacklager vorhanden und es stehen genügend Einsatzkräfte zur Verfügung - allein die Freiwilligen Feuerwehrn können auf über 70.000 aktive Mitglieder zählen. Von Dienstag, 23. Juni, bis heute, Montag, 29. Juni, 12 Uhr, waren in ganz Niederösterreich bereits mehr als 10.000 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Derzeit sind noch etwa 35 Feuerwehren mit rund 500 Mitgliedern im Einsatz.

An der Ybbs ist die Situation aktuell noch kritisch, bei gleich bleibenden bis leicht steigenden Pegeln ist aber nicht mit weiteren Überflutungen zu rechnen. Derzeit machen im Bereich des inneren Ybbstales an verschiedenen Stellen kleinere Murenabgänge Probleme, eine Gefährdung von Objekten ist derzeit aber nicht gegeben. Aufräumarbeiten sind im Bezirk Amstetten auch in den Gemeinden Neuhofen an der Ybbs, Oed-Öhling, Zeillern und Aschbach-Markt im Gange. In Summe sind im Bezirk noch etwa 15 Feuerwehren mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Im Bezirk Scheibbs bzw. in Wieselburg werden derzeit die von den Feuerwehrleuten errichteten Schutzanlagen des mobilen Hochwasserschutzes zur Sicherung des Messegeländes kontrolliert. Im Bezirk Melk war in der Nacht auf heute an den Flüssen Melk und Pielach eine stark steigende Tendenz zu verzeichnen, die Große Erlauf dagegen ist gleichbleibend. An der Pielach wurde bei Spielberg der Damm von den Feuerwehren gesichert, für den Bereich des Kraftwerks Melk wurde der Hochwasseralarm ausgelöst.

Im Stadtgebiet von St. Pölten und im Pielachtal wurden in der Nacht auf heute Auspumparbeiten und Sicherungsarbeiten durchgeführt. Einige Muren sind im Bezirk abgegangen, wodurch es zu mehreren Straßensperren kam. Die Feuerwehren mussten während der Nachtstunden zu 30 Einsätzen ausrücken. Im Bezirk Krems wurde beim Pegel Kienstock wieder der Pegel von 7,50 Metern erreicht und Hochwasseralarm ausgelöst. An der Krems ist der Alarm aufrecht, die entsprechenden Maßnahmen wurden gesetzt. Am Kamp werden derzeit 75 Kubikmeter beim Kraftwerk Thurnberg/Wegscheid abgegeben.

Im Bezirk Lilienfeld ist die Landesstraße LH 107 von Rotheau nach Eschenau überflutet, in Türnitz und in Traisen gefährdet abfließendes Bergwasser Wohnobjekte; im letztgenannten Bereich werden auch die ÖBB-Gleise unterspült.

Der Pegel an der Schwarza (Bezirk Neunkirchen) ist derzeit rückläufig, sonst gibt es seitens der Feuerwehr in diesem Bezirk keine nennenswerten Einsätze. Im Gebiet des Bezirkes Tulln kam es durch weitere örtliche Niederschläge im Gemeindegebiet von Sieghartskirchen bzw. auf der L 2013 zwischen Kogl und Wimmersdorf im Bezirk St. Pölten jüngst zu einer Hangrutschung. In Kogl waren mehrere Feuerwehren im Einsatz, um Keller auszupumpen.

Im Gemeindegebiet der Stadt Gmünd wurde entlang der Lainsitz auf dem Braunauplatz auf 200 Metern der mobile Hochwasserschutz aufgebaut und im Bezirk Bruck an der Leitha bzw. in Rohrau und Hollern wird weiterhin der Damm geschützt und die derzeit stabile Lage kontrolliert.

Nähere Informationen: http://www.noelfv.at/.

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