24.06.2009 | 17:20

Schauerartiger Regen löst flächenhaften Niederschlag ab

Zentren nach wie vor im Mostviertel

Laut jüngster Meldungen hat sich die Niederschlagssituation in Niederösterreich zuletzt von flächenhaftem zu schauerartigem Niederschlag verändert und auch die Niederschlagsprognosen konnten von der ZAMG nach unten reduziert werden, sodass nun in den kommenden 48 Stunden die Niederschläge zwischen 10 und 40 Millimetern liegen sollten, wobei die 40 Millimeter nur stellenweise erwartet werden. Der überwiegende Teil dieser erwarteten Niederschläge soll im Verlauf der nächsten 24 Stunden fallen. Das Zentrum der stärksten erwarteten Niederschläge befindet sich neuerlich rund um das Einzugsgebiet der Enns und im Mostviertel, im Oberlauf der Ybbs und der Erlauf.

Im Falle der Donau wird sich die steigende Tendenz bis morgen, Donnerstag, 25. Juni, fortsetzen; die vorläufigen Hochwasserscheitel sollen entsprechend der jüngsten Prognosen morgen im Tagesverlauf erreicht werden.

Beim Kamp beträgt die Abgabe der Kraftwerkskette nach wie vor konstant 90 Kubikmeter pro Sekunde. Der Abfluss beim Pegel Stiefern liegt derzeit bei rund 100 Kubikmetern pro Sekunde, was einem zweijährlichen Hochwasser entspricht.

Im Falle der Donauzubringer im Mostviertel, die seit Mitternacht zum überwiegenden Teil die zehnjährliche Hochwassermarke bzw. im Einzugsgebiet der Ybbs und Erlauf das 30-jährliche Hochwasserereignis überschritten haben, sind derzeit alle Zubringerpegel tendenziell rückläufig oder gleich bleibend. Dieser aktuelle Trend kann aber durch schauerartige Niederschläge lokal unterbrochen werden.

Die Pegel im Wienerwald haben durchwegs das einjährliche Hochwasser überschritten, jedoch nicht das fünfjährliche erreicht. Auch hier zeigt sich derzeit ein generell fallender Trend mit kurzfristigen Stagnationen.

Im Einzugsgebiet der Leitha steigen derzeit die Pegel; hier sind noch Spitzen über dem fünfjährlichen Hochwasserereignis zu erwarten. An der Thaya haben die Pegel das einjährliche Hochwasser nicht erreicht, auch hier sind die Wasserstände konstant bzw. fallend. An der Lainsitz und am oberen Kamp wurde das einjährliche Hochwasser überschritten, das fünfjährliche aber nicht erreicht.

Bei den österreichischen Marchpegeln sind derzeit nur sehr geringe Anstiege der Wasserstände zu beobachten. Der slowakische hydrografische Dienst erwartet einen Anstieg des Pegels Hohenau für morgen, 6 Uhr, im Ausmaß von ca. 70 bis 80 Zentimeter.

Nähere Informationen: Abteilung Hydrologie, Telefon 02742/9005-13184, www.noe.gv.at/Externeseiten/wasserstand/htm/wndcms.htm.

 

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