18.06.2009 | 09:58

Heuras: Neues Hilfsmittel für PendlerInnen in Niederösterreich

Innovativer Routenplaner AnachB.at für alle Verkehrsmittel präsentiert

„Es ist unsere Aufgabe, die Mobilität der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher nicht nur sicherzustellen, sondern zu verbessern", so Verkehrs-Landesrat Mag. Johann Heuras heute, Donnerstag, bei einer Pressekonferenz in Wien, gemeinsam mit Stadtrat Rudolf Schicker aus Wien und DI Thomas Perlaky vom Land Burgenland.

„Der neue, innovative Routenplaner ‚AnachB.at\' ist ein solcher Baustein", zeigt sich Heuras überzeugt, „der auch unseren Pendlerinnen und Pendlern das Leben zur und von der Arbeit erleichtern kann." Mit „AnachB.at" können die Stärken des Autos mit den Stärken des Öffentlichen Verkehrs ideal kombiniert werden, erklärte Heuras. Diese Initiative biete aktuelle Informationen für alle Verkehrsmittel auf einen Blick, um rasch und kostengünstig an das gewünschte Ziel zukommen.

Das länderübergreifende Projekt der Bundesländer Niederösterreich, Wien und Burgenland berücksichtigt die Möglichkeiten der Routenplanung mit allen Verkehrsmitteln, also die Fahrt mit dem Pkw, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß. Der Routenplaner bietet unter http://www.anachb.at/ eine Zielführung von Haustür A zu Haustür B, wobei die derzeitige, aber auch die zu erwartende Verkehrslage mittels Pkw-Stauprognose bzw. Verspätungen im öffentlichen Verkehr, berücksichtigt werden. Weiters wird auch die Zeit der Parkplatzsuche berücksichtigt.

„Damit können die verschiedenen Verkehrsmittel optimal kombiniert werden. Diese ‚gebrochene Verkehrskette\' ist vor allem für die Park&Ride-Benutzer eine Weltneuheit", erklärte Heuras. Gerade das Land Niederösterreich habe in der Vergangenheit und werde auch künftig viel Geld in den Ausbau der P&R-Anlagen investieren, erinnerte der Landesrat.

Weiters diene der Routenplaner auch dem Klimaschutz. Schließlich solle er zur Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln anregen und spart durch die Vereinfachung von Verwaltungsabläufen - es werden mehr Datengrundlagen zur Verfügung gestellt, wie für Einsatzzentralen und Katastropheneinsätze oder bei Sondertransporten, Verordnungen von Verkehrszeichen und der Baustellenkoordination - Steuergeld. „In den nächsten Jahren werden alle niederösterreichischen Gemeinden eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen und so die Datenqualität weiter zu verbessern", so Heuras.

Heuras gab auch ein Beispiel für die Anwendung des Routenplaners: Für die Strecke von Gumpoldskirchen nach Wien Mariahilferstraße 77 beträgt die Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln 37 Minuten von Haustür zu Haustür, mit dem Auto 44 Minuten, da die Parkplatzsuche bis zu 12 Minuten dauern kann. Mit den Öffis ist man mit Sicherheit um 7 Minuten schneller. Sollte sich ein Unfall ereignen, kann es mit dem Pkw natürlich noch länger dauern. Auch eine Verzögerung wegen Verkehrsüberlastung zeigt das System an. Fazit: Für diese Strecke ist die Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln mit Sicherheit schneller.

Weitere Informationen: Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten, DI Christoph Westhauser, Telefon 02742/9005-15560.

 

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