08.06.2009 | 13:59

Studiengang für Musiktherapie startet in Krems

Sobotka: Wirkung auf den Patienten entscheidend

Die Musiktherapie ist im Bereich der Gesundheit zu einem wichtigen Instrument der Patientenbetreuung geworden. Bei der Vorstellung des ersten berufsbegleitenden Lehrgangs für Musiktherapie in Österreich, der an der Fachhochschule Krems ab Herbst 2009 nach dem Bologna Modell angeboten wird, betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka heute, 8. Juni, in St. Pölten: „Musik hat sich in den letzten Jahrhunderten zu einem wichtigen Kulturgut entwickelt, um so bemerkenswerter ist es, wie intensiv sich Niederösterreich als Musikland auch mit der Musiktherapie auseinandersetzt und internationale Impulse aussendet." Grundlage dafür sei das neue Musiktherapiegesetz, das u. a die selbstständige und unselbstständige Berufsausübung der Musiktherapie regelt.

Niederösterreich setze sich bereits seit Jahren im Rahmen von Tagungen und Projekten mit der Frage der Wirkung von Musik und ihrer Bedeutung im Gesundheitssystem auseinander, sagte Sobotka. Nachdem sich die Kongresse „Mozart & Science" in den Jahren 2006 und 2008 mit der Frage beschäftigt haben, wie Musik wirkt, wurden bei der Tagung  „Musikwirkung" im Campus Krems im Jahr 2007 zahlreiche Best-Practice-Beispiele diskutiert. „Auch im Psychosomatischen Zentrum in Eggenburg ist die Musiktherapie eine wichtige Form der Behandlung", berichtete Sobotka, der auch betonte: „Niederösterreich wurde durch diese vielen Projekte zu einem Zentrum für internationale Musikwirkungsforschung." Bei den in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren erarbeiteten und umgesetzten wissenschaftlichen Programmen für das heimische Gesundheitswesen gehe es um neueste Erkenntnisse der Musikwirkungsforschung und um neue Zugänge der Musiktherapie. Die Wirksamkeit für den Patienten und die Kosteneffizienz der Musiktherapie für die Landeskliniken seien wichtige Schwerpunkte für das Land Niederösterreich, meinte Sobotka abschließend.

Das sechssemestrige, individuell auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer abgestimmte Studium der Musiktherapie startet im September 2009 und schließt mit einem „Bachelor of Science in Health Studies" ab. Insgesamt stehen 20 Studienplätze zur Verfügung. „Bei therapeutischen Behandlungen wird Musik gezielt eingesetzt, um das körperliche und seelische Gleichgewicht wiederherzustellen. Große Erfolge werden bei der Behandlung von intensivmedizinischen Patienten ebenso erzielt wie im Bereich der Neurologie, Psychosomatik, den Suchterkrankungen, Pädiatrie, Geriatrie sowie im Palliativbereich", betonten Mag. Heinz Boyer, Geschäftsführer der FH Krems, und Dr. Gerhard Tucek, Studiengangsleiter des Lehrgangs „Musiktherapie".

Nähere Informationen: http://www.fh-krems.ac.at/

 

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