08.06.2009 | 00:40

LR Scheele informierte zum Thema „Reisemedizin"

„Rechtzeitige Beratung und gute Vorbereitung"

Vor dem Hintergrund, dass die Urlaubszeit unmittelbar bevorsteht und jede bzw. jeder zweite Fernreisende während oder nach dem Urlaub erkrankt, hielt Landesrätin Mag. Karin Scheele heute, 8. Juni, in den Räumlichkeiten der „Rosenapotheke" in St. Pölten-Spratzern gemeinsam mit dem Präsidenten der NÖ Apothekerkammer, Mag. Werner Luks, eine Pressekonferenz zum Thema „Reisemedizin" ab. Ein Schwerpunkt war dabei das Verreisen mit Kindern.

„Man sollte sich auf seine Reise gut vorbereiten, damit der Urlaub eine unbeschwerte Zeit werden kann. Besondere Sorgfalt ist beim Verreisen mit Kleinkindern angebracht, wobei etwa auf Sonnencreme und Kopfbedeckungen geachtet werden muss. Die heimischen Apothekerinnen und Apotheker stehen in diesem Zusammenhang gerne für Beratungen bereit; rechtzeitige Beratung und eine gute Vorbereitung tragen dazu bei, dass man die Ferien auch genießen kann", betonte Scheele.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde u. a. erklärt, das in eine gut sortierte Reiseapotheke nicht nur jene Medikamente gehören, die man auch zuhause regelmäßig einnimmt bzw. häufig braucht, sondern auch Medikamente, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt haben, sowie solche Medikamente, die speziell auf den jeweiligen Urlaubsort abgestimmt sind. Zudem wurde darauf hingewiesen, dass die ständig benötigten Medikamente im Handgepäck untergebracht werden müssen, und dass beim Verreisen mit Kindern ein fiebersenkendes Mittel für Kinder, Schmerzmittel speziell für Kinder und entsprechende Sonnenpflegeprodukte eingepackt werden sollten. Auch auf die diversen Impfungen wurde eingegangen. Apothekerkammer-Präsident Luks wies weiters darauf hin, dass man seine Medikamente nicht erst im Ausland kaufen sollte; allein 2008 beispielsweise seien über 40 Millionen gefälschte Arzneimittel auf dem Markt gewesen. Zudem gebe es bei den Medikamenten oft nationale Unterschiede.

Von Österreich aus werden jährlich über vier Millionen Auslandsreisen unternommen, wobei die Gesundheitsrisiken an ihren Reisezielen vielen Reisenden nicht bewusst sind. Bei Malaria etwa, die die am weitesten verbreitete Infektionskrankheit der heutigen Zeit darstellt, werden pro Jahr weltweit bis zu 500 Millionen klinische Fälle registriert; in Österreich, so Luks, werden jährlich 120 bis 150 Fälle gezählt. Präventivmaßnahmen werden hier allerdings nur von jedem zweiten Touristen getroffen. In den NÖ Apotheken kann man sich einen auf das eigene Reiseziel zugeschnittenen Reisevorsorgeplan ausdrucken lassen. Basis dafür ist eine neue Software, die alle Länder der Erde umfasst. Neben einer kostenlosen Reisecheckliste ist auch ein Vorsorgeplan mit genauen Impfstoffen und -intervallen in den Apotheken erhältlich. Generell wird empfohlen, die Apotheken bereits drei Monate vor Abreise aufzusuchen, um entsprechend Vorsorge treffen zu können.

Nähere Informationen: Büro LR Scheele, Rita Klement, Telefon 02742/9005-12560, rita.klement@noel.gv.at bzw. Österreichische Apothekerkammer, Landesgeschäftsstelle Niederösterreich, Telefon 01/40414/600, e-mail noe@apotheker.or.at.

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