03.06.2009 | 08:55

„Institute for Science and Technology" in Klosterneuburg eröffnet

LH Pröll: „Historischer Tag für unser Bundesland"

Nach rund 18 Monaten intensiver Bautätigkeit und umfangreichen organisatorischen Arbeiten wurde am gestrigen Dienstagabend, 2. Juni, das „Institute for Science and Technology Austria" (ISTA) in Klosterneuburg feierlich eröffnet. Zur offiziellen Campuseröffnung war eine große Zahl an prominenten Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gekommen, allen voran Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, die Bundesminister Dr. Johannes Hahn, Dr. Maria Fekter und Dr. Reinhold Mitterlehner und Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl.

„Dieser Tag ist im wahrsten Sinne des Wortes ein historischer Tag für unser Bundesland", sagte Landeshauptmann Pröll. „Dort wo geforscht wird, ist Zukunft", betonte Pröll in seiner Rede. Niederösterreich wolle sich zu einem „richtungweisenden Forschungsstandort" entwickeln. Daher habe man die Wissenschaftsachse von Krems über Tulln und Klosterneuburg bis nach Wiener Neustadt entwickelt und sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Forscher in Niederösterreich von 1.000 auf 2.000 zu verdoppeln. Eine erfolgreiche Zukunft brauche auch die entsprechende Infrastruktur, und dies sei der Grund, weshalb Niederösterreich in das „ISTA" rund 170 Millionen Euro investiere. Die Grundlagenforschung, wie sie hier in Klosterneuburg betrieben werde, sei „ein wesentlicher Motor" für die weitere wirtschaftliche Entwicklung, so Pröll: „Ich bin überzeugt davon, dass diese Einrichtung unser Land weiter nach vorne bringen wird. Wir haben heute eine gute Grundlage dafür gelegt."

Von einem „spannenden Projekt" mit „hervorragenden Voraussetzungen" sprach auch Wissenschaftsminister Hahn: „Ihr Erfolg wird unser gemeinsamer Erfolg sein."

Bundespräsident Fischer sah „in dem heutigen Abend ein engagiertes österreichisches Bekenntnis zu außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen". Auf dem Weg zu einem „international anerkannten Forschungsinstitut mit höchster Reputation" sei auch „Geduld schlechthin unverzichtbar", denn „Ernten und Säen finden in der Wissenschaft nicht im selben Jahr statt".

Auch Prof. Anton Zeilinger bat in seinen Worten um „Geduld". Auf seine Initiative geht die Gründung des IST Austria zurück: „Die Zeichen stehen alle sehr gut. Es braucht natürlich auch Geduld." An die „patience" (Geduld) appellierte in seiner in Englisch gehaltenen Rede auch Prof. Haim Harari, der Leiter des Exekutivausschusses des Kuratoriums.

Dr. Claus Raidl, der Leiter des Kuratoriums des IST Austria, stellte die wichtigsten Grundsätze des Forschungsinstitutes vor, wie etwa „Qualität vor Geschwindigkeit", eine gesicherte finanzielle Basis, die Freiheit von Wissenschaft und Lehre sowie Unabhängigkeit. „Grundlagenforschung ist ein Langzeitprojekt", so Raidl, der abschließend meinte: „Wir haben hier ideale Rahmenbedingungen. Es liegt an uns, das Beste daraus zu machen."

Die abschließende „keynote" wurde von Prof. Thomas Henzinger gehalten. Der renommierte Computerwissenschafter und künftige erste Präsident des IST Austria sprach zum Thema „building a world-class institute for basic research".

Bereits am Montag dieser Woche stieß der „Tag der offenen Tür" am Campus des ISTA auf großes Publikumsinteresse. Innerhalb von nur 18 Monaten wurde das ehemalige Krankenhausgelände in ein modernes Forschungsinstitut umgewandelt. Am gestrigen Dienstag fand im Zuge der Eröffnung der Spatenstich für die ersten Laborgebäude statt. Damit beginnt, nach Fertigstellung des Campus und der „Lecture Hall", die zweite Bauphase. Bis zum Jahr 2016 sollen am IST Austria in Klosterneuburg rund 400 bis 500 Forscher arbeiten.

Weitere Informationen: http://www.ist-austria.ac.at/

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