12.05.2009 | 13:56

Forschungsabteilung des Weltkonzerns Fresenius kommt nach Krems

LH Pröll: „Visitenkarte für den Standort Niederösterreich"

Der Weltkonzern Fresenius Medical Care, weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Dialyse, übersiedelt die Forschungsabteilung „Adsorbertechnologie" nach Krems. Die Verlagerung aus Deutschland nach Krems erfolgt ab 2010, ab Mitte 2010 soll die Produktion starten.

„Diese Entscheidung des Weltkonzerns Fresenius zeigt die Attraktivität des Standortes Niederösterreich und des Technologiestandortes Krems", freute sich Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Krems verfüge über ein bestens aufgeschlossenes Betriebsareal, optimale Infrastruktur und ein forschungsorientiertes Umfeld, betonte der Landeshauptmann.

Weiters käme es zu einer Belebung des Arbeitsmarktes, so Pröll. Derzeit arbeiten im bereits in Krems angesiedelten Tochterunternehmen „Biotec Systems" 14 Arbeitskräfte, diese Zahl wird nun auf 30 hoch qualifizierte Arbeitsplätze aufgestockt. Die Entscheidung sei ebenso eine „Bestätigung für das Land Niederösterreich als Technologiestandort", das Land Niederösterreich habe in den letzten Jahren rund 15 Millionen Euro in den Technopol-Standort Krems investiert und damit rund 115 hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen, informierte Pröll. Die Ansiedlung dieser Forschungsabteilung von Fresenius Medical Care sei „eine Visitenkarte für den Standort Niederösterreich", so der Landeshauptmann, und zeige, „dass sich Niederösterreich auch in schwierigen Zeiten behaupten" könne.

Dank Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Technologie habe Niederösterreich die Chancen der Europäischen Erweiterung genutzt und sich durch harte Arbeit einen Vorsprung erarbeitet, verwies Pröll auch auf neueste Studien, die das Land Niederösterreich auf Platz 1 bei Kaukraft, Netto-Einkommen und Produktivität sehen.

Von einer „europäischen Erfolgsgeschichte" sprach auch Fresenius-Vorstand Dr. Emanuele Gatti. Die Entscheidung des weltweit agierenden Konzerns für die Verlegung nach Krems sei auch „eine Frage der Standortfaktoren" gewesen. „Hier finden wir ausgezeichnete Standortfaktoren für Forschung, Entwicklung und Produktion vor", so Gatti. Fresenius Medical Care zähle rund 60.000 Mitarbeiter auf der ganzen Welt und verfüge über Produktions- und Forschungseinrichtungen in mehr als 20 Ländern, informierte Gatti.

Eine „besondere Auszeichnung für den Wirtschaftsstandort Krems", sah auch die Kremser Bürgermeisterin Landtagsabgeordnete Inge Rinke in der heute bekannt gegebenen Entscheidung des Weltkonzerns Fresenius Medical Care. Rinke hob vor allem die gute Zusammenarbeit mit dem Land Niederösterreich und der Donau-Universität Krems hervor.

Die Tochtergesellschaft von Fresenius Medical Care, „Biotec Systems", ist bereits seit 1. Juli 2000 im Regionalen Innovationszentrum (RIZ) Krems angesiedelt und produziert so genannte „Adsorberkapseln" für die Therapie von Leberversagen und anderen Erkrankungen. Nun wird auch die deutsche Forschungsabteilung für Adsorbertechnologie nach Krems verlagert. Das Unternehmen Fresenius Medical Care mit Sitz in Bad Homburg (Deutschland) verzeichnet einen Umsatz von über 10 Milliarden Euro pro Jahr.

 

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