30.04.2009 | 00:20

Niederösterreich setzt auf Gesundheitsvorsorge und Prävention

Sobotka: Fördert neues Bewusstsein für gesunden Lebensstil

Vom 24. bis 26. Juni findet in Baden der Kongress „EUFEP" statt, der Gesundheitsförderung und Prävention an zahlreichen Beispielen aufzeigt und zur Diskussion stellt. Im Rahmen einer Pressekonferenz in St. Pölten informierten dazu Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Wolfgang Sobotka, Prof. Dr. Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Klinische Epidemiologie an der Donau-Universität Krems, sowie Dr. Kylie Thaler, australische Gastdozentin an der Donau-Universität Krems.

„Wir sind in vielen Punkten sehr gut unterwegs, was sich auch bei einer Erkundungstour zu Krankenanstalten im Dreiländereck Niederlande, Belgien und Deutschland gezeigt hat", betonte Sobotka. Niederösterreichs Vorsorgeprogramm setze sehr breit und sehr früh an, beispielsweise mit dem „Vorsorgepaket", das schnell und unkompliziert Informationen zum eigenen Gesundheitszustand liefere. Seit November 2006 sei das Paket inklusive Vorsorgepass von rund 120.000 Niederösterreichern angefordert worden. Ziel für die nächsten Jahre sei eine wissenschaftliche Untersuchung der Wirksamkeit von niederösterreichischen Gesundheitsprogrammen.

„Viele Krankheiten sind die Folge bestimmter Konsumgewohnheiten. Aufgabe ist die Prävention von Erkrankungen und die Förderung eines neuen Bewusstseins für einen gesunden Lebensstil", so Sobotka. Daher habe die Dachmarke „Gesundes Niederösterreich" seit rund einem Jahr auch Begleitkurse für eine Änderung des Lebensstils im Angebot, die bis zu einem halben Jahr dauern.

Gesundheitserziehung beginne in Niederösterreich bereits bei der Jugend, so Sobotka. In den Kindergärten werde mit der Aktion „Appolonia 2020" das Ziel verfolgt, 80 Prozent der Jugendlichen kariesfrei zu halten. Das Projekt „Gesunde Schule" wiederum mache den Schulkindern das Thema Gesundheit bewusst und umfasse Aktionen wie „Gesunde Jause" oder „Bewegte Schule". Hingegen bringe das Langzeitprogramm „Gesunde Gemeinde" schon seit dem Jahr 1995 die Gesundheitsvorsorge direkt vor die Haustür. „273 Gemeinden nehmen am Projekt teil, was bedeutet, dass schon mehr als 50 Prozent der Bevölkerung direkt vor Ort angesprochen werden", sagte Sobotka. Gerade in Gemeinden werde die Schwelle zur Gesundheitsvorsorge u. a. mit „Lauftreffs" oder Kochkursen möglichst niedrig gehalten.

Nähere Informationen und Anmeldung: http://www.eufep.at/

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