02.04.2009 | 13:58

Aktuelle Projekte der Wirtschaftsagentur ecoplus

Bohuslav: Niederösterreich reagiert auf die wirtschaftliche Situation

Heute, 2. April, informierten Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, VP-Klubobmann Mag. Klaus Schneeberger, Präsident des ecoplus Aufsichtsrates, und ecoplus-Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki im Rahmen eines Pressegespräches über die aktuellen Projekte der Wirtschaftsagentur ecoplus.

„Wir wahren Kontinuität in der Wirtschaftspolitik und setzen gleichzeitig neue Schwerpunkte mit einer Vielzahl an Maßnahmen und Impulsen, um besser auf die wirtschaftlich angespannte Situation reagieren zu können", betonte dabei Bohuslav. Wenn Niederösterreich aus der heraufkommenden Krise gestärkt hervorgehen wolle, dann müsse ganz besonders Ausbildung und Forschung, aber auch Kreativität und Innovation in der Wirtschaft forciert werden. Die Wirtschaftsagentur ecoplus des Landes Niederösterreich unterstütze die heimischen Unternehmen dabei mit einer Vielzahl an Hilfestellungen und Beratungsleistungen.

Ein wichtiger Schwerpunkt sind die Betriebsansiedlungen. „Neue Unternehmen bedeuten neue Arbeitsplätze und neue Chancen für die Regionen", betonte Bohuslav. Seit Jahresbeginn habe es in Niederösterreich 20 erfolgreiche Ansiedlungen bzw. Erweiterungen mit insgesamt 170 neu geschaffenen oder abgesicherten Arbeitsplätzen gegeben. Besonders entscheidend für die hohe Standortqualität sei in diesem Zusammenhang die effiziente Verwaltung in Niederösterreich, der Verfahrensexpress oder das „One-Stop-Shop-Prinzip" im NÖ Wirtschaftszentrum.

Die neue Initiative „Export plus 09" verfolge das Ziel, die niederösterreichische Wirtschaft bei der Erschließung der osteuropäischen Märkte zu unterstützen, meinte  Bohuslav. „Ecoplus International" organisierte beispielsweise die Teilnahme heimischer Betriebe an internationalen Messen. Um die internationalen Wirtschaftskontakte weiter anzukurbeln, habe das Land Niederösterreich in Temesvar, Warschau, Prag, Budapest und Bratislava Niederösterreich-Büros zur Unterstützung heimischer Unternehmen gegründet. 

Als ein besonders wichtiges Element, das die regionale Wirtschaft stütze, bezeichnete Bohuslav das NÖ Clustermodell. Zur Stärkung der Bauwirtschaft habe der „Bau.Energie.Umwelt Cluster" die „Kompetenzsteigerungsinitiative Althaussanierung" gestartet, so die Landesrätin. Dabei setze die Landespolitik ein klares Signal beim Wohnbaumodell: Wer in die thermische Sanierung investiere, der schütze nicht nur die Umwelt und erhöhe seine Lebensqualität, sondern bekomme auch etwa ein Drittel der Investitionssumme vom Land Niederösterreich als Förderung zurück.

Schneeberger betonte die große Bedeutung der ecoplus Wirtschaftsparks als Standorte mit aufgeschlossenen Betriebsgebieten und umfassender Infrastruktur. Dabei spiele bei der Errichtung von Miethallen künftig das Thema Energieeffizienz eine größere Rolle. Gründe dafür seien der ökologische Aspekt, ein „Wohlfühlklima" für die Mitarbeiter sowie eine Kostenersparnis im laufenden Betrieb. Auch der Boom an Standortkooperationen sei besonders erfreulich, so Schneeberger, da durch ein gemeinsames Agieren auf kommunaler Ebene zusätzliche Synergien genutzt werden. Schon 72 Gemeinden seien über Wirtschaftsparks in Standortkooperationen verankert.

Zusätzlich wurden von Jänner bis März 2009 im Rahmen der Regionalförderung 42 Projekte mit 20,8 Millionen Euro an Fördergeldern unterstützt, die ein Investitionsvolumen von 53,1 Millionen Euro auslösen, so Schneeberger weiter. Aktuelle Projekte seien der Ausbau des Technologie- und Forschungszentrums Wiener Neustadt oder das Biotechnologiezentrum (BTZ) in Krems, die Attraktivierung von Schloss Hof oder Projekte im Bereich der Umfeldentwicklung rund um das Gesundheitsresort „Raxblick". Weiters prüfe ecoplus derzeit die Schaffung neuer Wirtschaftsparks in Niederösterreich und die Erweiterung bereits bestehender, wie etwa in Wolkersdorf, betonte Miernicki abschließend.

 

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