16.03.2009 | 09:07

Otto Dix-Ausstellung in Kunsthalle Krems

Pröll: Freie Kunstszenerie ist Motor für Entwicklung

Anlässlich des 40. Todestages des deutschen Künstlers Otto Dix wird in der Kunsthalle Krems unter dem Titel „Zwischen Paradies und Untergang" bis zum 12. Juli dieses Jahres ein Überblick über das Schaffen des Malers gegeben. Diese Ausstellung, bei der erstmals in Österreich auch dezidiert Dix\' Spätwerk gezeigt wird, stellt mit 250 Werken des Künstlers die bislang größte Dix-Ausstellung in der Republik dar und wurde am Samstag, 14. März, von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll eröffnet.

„Otto Dix\' Werk lehrt uns, dass humane Bildung ein wesentlicher Faktor dafür ist, dass die Menschen lernfähiger werden. Künstlerinnen und Künstler brauchen ein freies Feld zum Agieren und für ihre Kreativität. Dadurch besteht auch die Chance, dass künstlerisches Schaffen zu mehr Humanität in unserer Zeit und in unserer Gesellschaft führt. In Niederösterreich sind wir hier auf einem guten Weg; wir handeln nach dem Grundsatz, dass kein Künstler verfolgt und kein Erfinder verlacht werden darf", meinte Pröll vor Ort und betonte außerdem, dass die Kulturpolitik auch den zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern den entsprechenden Stellenwert geben müsse und eine freie Kunstszenerie ein „Motor für Entwicklung" sei.

Otto Dix zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Bekannt wurde er u. a. für seine einprägsame und drastische Bildsprache und für seine sozialkritischen Gemälde, mit denen er die politische und gesellschaftliche Situation von den zwanziger Jahren über die Zeit des „Dritten Reiches" bis hinein in die Nachkriegszeit thematisierte. Ziel des Malers, der unter den Nationalsozialisten als einer der ersten Kunstprofessoren abgesetzt wurde und dessen Werke 1937 in der Schau „Entartete Kunst" gezeigt wurden, war es, den Krieg und seine Gräueltaten realistisch darzustellen und in Erinnerung zu halten, um so bei den BetracherInnen eine abschreckende Wirkung zu erzielen. Dix setzte sich im Zuge seines künstlerischen Schaffens speziell mit altmeisterlichen Maltechniken sowie mit Impressionismus und Expressionismus auseinander.

Die Ausstellung „Zwischen Paradies und Untergang", die in Kooperation mit der Otto Dix Stiftung in Vaduz sowie zahlreichen Sammlungen und Privatleihgebern realisiert wurde, kann in der Kunsthalle Krems bzw. im dortigen Oberlichtsaal und in der großen und kleinen Säulenhalle bis 12. Juli täglich zwischen 10 und 18 Uhr besucht werden. Zuletzt wurden Dix Werke auf österreichischem Boden vor mittlerweile 20 Jahren in Wien gezeigt.

Nähere Informationen: Kunstmeile Krems Betriebs GmbH, Mag. Pia Kruckenhauser, Telefon 02732/90 80 10-172, e-mail pia.kruckenhauser@kunsthalle.at, http://www.kunsthalle.at/.

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