18.02.2009 | 13:18

Konsumentenschutz in Niederösterreich

Leitner: Viele Projekte verwirklicht

Landeshauptmannstellvertreter Dr. Josef Leitner, Josef Staudinger, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, und Mag. Helmut Guth, Direktor der Arbeiterkammer Niederösterreich, informierten heute, 18. Februar, im Rahmen einer Pressekonferenz über die Projekte, Schwerpunkte und Ziele im Bereich des Konsumentenschutzes in Niederösterreich.

„In den letzten Monaten haben sich die Anfragen zu Fremdwährungskrediten gehäuft", berichtete Leitner. Viele Konsumenten, die Kreditverträge in fremder Währung abgeschlossen haben, seien extrem verunsichert. Zum einen, weil Wechselkurse, Zinsen und Tilgungsträger zur Rückzahlung der aufgenommenen Geldsumme sich zu Ungunsten der Kreditnehmer entwickeln. Zum anderen würden Banken viel Druck auf ihre Kunden ausüben, die Fremdwährungskredite in Euro zu konvertieren.

Das Preismonitoring für Niederösterreich bezeichnete Leitner als eine zentrale Verbesserung für den Konsumentenschutz. Die NÖ Arbeiterkammer habe das NÖ Preismonitoring intensiviert, jetzt werde in einem regelmäßigen Rhythmus nach einem Mini-Warenkorb der Statistik Austria in niederösterreichischen Supermärkten eingekauft, um den Konsumenten einen Überblick zu verschaffen, sagte Leitner. Preismonitoring sei ein Mittel zur Marktbeobachtung, um im Fall von Fehlentwicklungen rasch reagieren zu können, etwa durch Information an die Konsumenten, bei starken Preissteigerungen durch Mitteilung an die Bundeswettbewerbsbehörde.   

Im Zuge von Lebensmittelkontrollen des Landes seien letztes Jahr insgesamt 82 angeordnete Aktionen im Bereich der Gastronomie und des Einzelhandels sowie bei Direktvermarktern und Landwirten durchgeführt worden, berichtete Leitner: „Zudem haben die Experten des Landes im Jahr 2008 in insgesamt 4.511 von 24.301 möglichen Betrieben umfassende Kontrollen durchgeführt, die u. a. die Einhaltung der Kühlkette im Einzelhandel betreffen." Im Zuge von Schwerpunktaktionen seien Milchpulver und Milchpulver-Produkte aus China auf Melamin untersucht worden, so Leitner. Dabei habe man in 98 Chinarestaurants, Asia-Shops sowie in Fitness-Studios insgesamt 48 Proben entnommen, die alle unbeanstandet blieben.

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