17.02.2009 | 09:37

NÖ Straßendienst seit gestern Abend im Dauereinsatz

Bis zu 30 Zentimeter Neuschnee im Alpenvorland

Bereits am vergangenen Wochenende haben immer wieder Schneefälle - insbesondere im Waldviertel, im Alpenvorland und im Wienerwaldgebiet - in Verbindung mit starkem Wind täglich für intensive Räum- und Streueinsätze des NÖ Straßendienstes gesorgt. Der Höhepunkt dieser Niederschläge war von den Wetterdiensten für die Abendstunden des gestrigen Montags, 16. Februar, bzw. für heute, 17. Februar, prognostiziert. Die Wetterwarnungen sagten für diesen Zeitraum Schneemengen von bis zu 45 Zentimetern in höher gelegenen Landesteilen voraus; auch in den übrigen Regionen musste mit bis zu 20 Zentimetern Neuschnee gerechnet werden. Zudem sollten Windstärken von bis zu 70 km/h zu Schneeverfrachtungen führen.

Tatsächlich breitete sich der Schneefall gestern während der Abendstunden auf nahezu das gesamte Landesgebiet aus; lediglich die tieferen Lagen im Raum Krems, im Raum St. Pölten sowie im Tullner Raum bildeten hier eine Ausnahme. Den größten Neuschneezuwachs gab es im Alpenvorland; so fielen im Raum Gaming, Waidhofen an der Ybbs, Kirchberg an der Pielach und Amstetten bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. Im Raum Mank und Gutenstein wurden sogar bis zu 30 Zentimeter verzeichnet. Im Wienerwald fielen immerhin noch bis zu 20 Zentimeter Neuschnee. Verhältnismäßig viel Schnee brachte die vergangene Nacht auch dem Weinviertel; hier wurden im Gebiet Poysdorf und Mistelbach 20 Zentimeter registriert. Im Waldviertel lagen die größten Neuschneemengen im Raum Weitra bei etwa 15 Zentimetern.

Aufgrund dieser Entwicklungen steht der NÖ Straßendienst seit gestern Abend im Dauereinsatz. Die fast 14.000 Kilometer Landesstraßennetz werden mit 350 landeseigenen und 350 für den Winterdienst angemieteten Räum- und Streufahrzeugen betreut; rund 1.500 Bedienstete sind in den 59 Straßenmeistereien im Volleinsatz.

Die Hauptverbindungen der Landesstraßen sind aktuell teilweise salznass bis matschig; in höheren Lagen finden sich Schnee- bzw. matschige Fahrbahnen. Durch den Neuschnee und den Wind kommt es örtlich zu Schneeverwehungen von bis zu 50 Zentimetern Höhe.

Gemäß den Prognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik sollen die starken Schneefälle heute Vormittag noch anhalten, am Nachmittag bzw. gegen Abend sollte dann eine Wetterberuhigung eintreten und die Intensität der Schneefälle wieder zurückgehen. Der starke Wind wird die nächsten Tage weiter anhalten - durch die erheblichen Neuschneemengen und die niedrigen Temperaturen kann es zu weiteren Schneeverfrachtungen kommen. Der NÖ Straßendienst empfiehlt daher Winterausrüstung, die Anpassung der Geschwindigkeit an die winterlichen Straßen- und Sichtverhältnisse und das Einhalten von Sicherheitsabständen. Erhöhte Aufmerksamkeit sollte auf Einwehungen von Schnee auf der Fahrbahn gerichtet werden. Für Fahrten in höheren Lagen wird zur Mitnahme von Schneeketten geraten.

Die Verpflichtung zum Anlegen von Schneeketten besteht derzeit für alle Fahrzeuge auf der L 6155 zwischen Wang und Senftenegg. Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen müssen ihre Schneeketten dagegen auch auf der B 18 über den Gerichtsberg, der B 20 über den Annaberg und den Josefsberg, der B 21 über den Ochsattel, das Gscheid und den Rohrerberg, der B 23 über den Lahnsattel, der B 39 ab Frankenfels, der B 71 über den Zellerain, der B 217 von Ötzbach bis Elsenreith, der L 7078 von Maigen bis Purkersdorf, der L 7133 von Gut am Steg bis Maria Laach, der L 135 über das Preiner Gscheid, der L 175 von Trattenbach bis zur Landesgrenze, der L 5217 von Kirchberg an der Pielach bis Lilienfeld, der L 5303 zwischen Hürm und Sattendorf und der L 6112 über den Hochkogel anlegen. Die L 6174 ist zwischen Lunz am See und Lackenhof wegen Lawinengefahr für alle Fahrzeuge gesperrt; die Ausweichroute führt über die B 25 und die B 71.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Straßenbetrieb, Telefon 02742/9005-60262.

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