29.01.2009 | 15:40

Fachstelle für Gewaltprävention vorgestellt

Bohuslav: Hinschauen statt wegschauen

„Es ist mir ein Anliegen, verstärkt über Maßnahmen gegen Gewalt zu reden, über Hilfsangebote zu informieren und Wege zur gewaltfreien Konfliktlösung aufzuzeigen", sagte Jugend-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav bei einer Pressekonferenz, heute, 29. Jänner, im Rahmen eines Symposiums der Fachstelle für Gewaltprävention in Tulln. Gewalt sei leider ein wichtiges, wenn auch unangenehmes Thema, deshalb sei es wichtig „hinzuschauen statt wegzuschauen", zeigte sich die Jugend-Landesrätin überzeugt. Um Gewalt präventiv besser begegnen zu können, sei die Fachstelle für Gewaltprävention gegründet worden.

Diese Einrichtung solle die zentrale Anlaufstelle und darüber hinaus Servicestelle im Besonderen sein, so Bohuslav. Zum Thema Gewalt an, von und unter Kindern und Jugendlichen solle die Fachstelle eine Plattform für Ideen- und Projektentwicklung sowie ein Infopool sein. Die Fachstelle werde der übersichtlichen und schnellen Informationsbeschaffung über Hilfseinrichtungen und gewaltpräventive Angebote dienen. So sollen die vorhandenen Ressourcen genutzt und ein bestmöglicher Informations- und Wissensaustausch innerhalb der Institutionen gewährleistet werden. „Die Fachstelle für Gewaltprävention steht in keiner Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen", hielt Bohuslav fest, „sondern stärkt die bestehenden Stellen in der Vernetzung der bereits erfolgreich in Niederösterreich tätigen Organisationen."

Die Aufgabenstellung sei vielfältig, so die Jugend-Landesrätin. Neben der Vernetzung diene die Fachstelle als Service, damit ExpertInnen in der Region wahrgenommen werden. Sie sei aber auch Clearingstelle für alle von Gewalt Betroffenen und am Thema Interessierten, biete telefonische Abklärung und Information über örtliche, sachliche und fachliche Zuständigkeit und vermittle an zuständige Einrichtungen weiter. Aber auch Fortbildung werde angeboten.

Ab März 2009 erfolgt der Vollbetrieb der Fachstelle für Gewaltprävention. Bereits bisher wurden die Agenden von der Kinder- und Jugendanwaltschaft in Kooperation mit dem NÖ Jugendreferat wahrgenommen. Ein nahtloser Übergang - wie bei der Hotline, der Betreuung oder der fachlichen Vernetzung - wird garantiert sein. Um die Bedeutung dieses Themas zu unterstreichen, ist die Fachstelle für Gewaltprävention nun ein eigener Verein.

 

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