26.01.2009 | 15:36

205 Millionen Euro für Ausbau von NÖ Pflegeheimen

Mikl-Leitner: Bis 2010 werden zusätzlich 725 Betten errichtet

Das Ausbauprogramm der NÖ Pflegeheime sieht vor, dass bis zum Jahr 2010 insgesamt 205 Millionen Euro in zusätzliche 725 Betten investiert werden. „Damit kommen wir wieder ein großes Stück auf unserem Weg zu einer sozialen Modellregion weiter", erklärt dazu Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner.

Ziel ist es, dass jeder alte Mensch, der eine Betreuung in einem Pflegeheim braucht, diese auch bekommt und in Würde altern kann. Der Grund für das zusätzliche Angebot liegt in einer verstärkten Nachfrage nach Pflegebetten, die sich im Wesentlichen aus fünf Gründen ergibt.

Die Menschen werden immer älter: Jedes zweite Kind, das heute auf die Welt kommt, wird über 100 Jahre alt. Der neue Altersalmanach 2008 prognostiziert einen höheren Bedarf: Die Zahl der „Hochaltrigen" in der Gruppe der 80- bis 84-jährigen hat sich fast verdoppelt. So ist diese Gruppe in den Jahren von 2001 bis 2008 von 28.949 auf 42.938 angestiegen. Durch den Regressverzicht, das heißt, dass auf das Einkommen der Kinder und der Ehepartner wird nicht mehr zurückgegriffen wird, kam es ebenfalls zu einer höheren Nachfrage nach Pflegebetten. Dazu kommen die neuen Angebote in den Pflegeheimen zur Entlastung der pflegenden Angehörigen durch Tages-, Kurzzeit- und Übergangspflege sowie das Auslaufen der Amnestie.

Aufgrund einer genauen Erhebung in allen Bezirken Niederösterreichs wurde das Ausbauprogramm punktgenau dem tatsächlichen Bedarf angepasst.

Neubauten entstehen bis 2010 in Retz, Guntramsdorf, Mauer, Scheiblingkirchen, Litschau, Poysdorf, Baden bzw. in der Region Neunkirchen.

Zu- und Umbauten wird es bis 2010 in Hainburg, Himberg, Mistelbach  Gänserndorf, Ybbs, Herzogenburg, Amstetten, Gutenstein, Langenlois, Hollabrunn und Mödling geben.

Mit der Umsetzung dieses Programms kam sowohl den neuen Herausforderungen besser begegnet als auch ein bedarfsorientiertes Angebot an Pflegebetten geschaffen werden. Die Ausbauoffensive der Pflegeheime bewirkt aber auch einen wirtschaftlichen Impuls mit Arbeitsplätzen im Baugewerbe und in den Sozialberufen, wo sowohl im stationären als auch im mobilen Bereich zusätzlich 2.850 Arbeitsplätze geschaffen werden.

„Neben einem umfassenden Angebot an Pflegebetten gibt es aber noch eine Reihe anderer Möglichkeiten, ältere Menschen zu betreuen. So zum Beispiel die 24 Stunden-Pflege, bei der Niederösterreich Vorreiter ist, oder die sozialmedizinischen Dienste, wo wir ebenfalls eine Ausweitung der Betreuung um 700 Personen pro Jahr  zusätzlich erreichen werden", so Mikl-Leitner.

Nähere Informationen: Büro Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner, Telefon 02742/9005-12626.

 

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