23.01.2009 | 11:39

LH Pröll zum Neubau des Landesklinikums Neunkirchen

Fertigstellung 2014, Kosten 100 bis 120 Millionen Euro

In einer gemeinsamen Pressekonferenz in Neunkirchen haben heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka die Beweggründe für die Entscheidung, das Landesklinikum Neunkirchen neu zu errichten, erläutert.

„Wir haben uns entschieden, das Landesklinikum Neunkirchen neu zu errichten und sind zur Meinung gekommen, dass es am zukunftsträchtigsten ist, einen Neubau auf dem Areal des jetzigen Landeskrankenhauses zu errichten", so der Landeshauptmann: „Wir haben diese Entscheidung nicht im luftleeren Raum getroffen, sondern im Zusammenhang mit unserer politischen Zielsetzung, unser Land zur sozialen Modellregion in Europa zu machen."

Ein Neubau des Landesklinikums Neunkirchen liege im Sinne der Patienten und Mitarbeiter, weil dieser den neuesten medizintechnischen und baulichen Stand sowie optimale Arbeitsabläufe, kürzere Wege und eine bessere Betriebsorganisation ermögliche, so Pröll. „Einen Neubau können wir in etwa fünf Jahren bewältigen", meinte der Landeshauptmann zum Zeitfaktor, Renovierungsarbeiten würden hingegen wesentlich länger dauern und wären auch eine enorme Belastung für Mitarbeiter und Patienten. Auch der wirtschaftlich-finanzielle Aspekt hätte eine wichtige Rolle gespielt: Für den Neubau seien rund 100 bis 120 Millionen Euro an Kosten vorgesehen, dies sei allerdings wesentlich günstiger als Renovierungsarbeiten; außerdem würde ein Neubau wesentlich günstigere Betriebskosten vorweisen.

Erste Planungen seien bereits in Auftrag gegeben, sie würden unter folgenden Gesichtspunkten stehen, informierte der Landeshauptmann: Trotz Neubau müsse bis zur Eröffnung die medizinische Versorgung optimal gewährleistet bleiben. Das Landesklinikum Neunkirchen solle zu einem Gesundheitszentrum für die Region werden. Außerdem soll der Neubau beste Betreuung der Patienten und ein optimales Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter bieten und sowohl Menschlichkeit als auch Modernität ausstrahlen. Weiter soll diese Investition einen „Beitrag leisten, dass der Konjunkturmotor nicht allzu sehr ins Stocken gerät", so Pröll, der auch darauf verwies, dass in den nächsten Jahren in die NÖ Landeskrankenhäusern insgesamt rund zwei Milliarden Euro investiert werden.

Landesrat Sobotka informierte über die nächsten Schritte in der Umsetzung. So soll nach Erstellung des Kostenrahmens Mitte Mai der Beschluss im NÖ Landtag gefasst werden. Nach Architektenwettbewerb und Ausschreibung ist der Baubeginn Anfang 2011 geplant. Nach drei Jahren reiner Bauzeit ist die Fertigstellung für 2014 vorgesehen.

 

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