14.01.2009 | 00:30

NÖ Klimaprogramm 2009 - 2012 beschlossen

Plank: Klimaschutz und Energieversorgung sind soziale Fragen

„Klimaschutz und sichere Energieversorgung sind soziale Fragen, die darüber entscheiden, ob wir eine gerechtere Gesellschaft erreichen. Sowohl weltweit als auch in den einzelnen Staaten sind vielfach die Ärmsten am stärksten von den Auswirkungen der Ressourcenknappheit betroffen", erklärte Landesrat Dipl. Ing. Josef Plank heute, 14. Jänner, bei der Präsentation des niederösterreichischen Klimaprogramms 2009 - 2012 in St. Pölten, das gestern von der NÖ Landesregierung beschlossen wurde. Das NÖ Klimaprogramm setzt sich umfassend mit regionalen Lösungsansätzen auseinander und weist 200 Maßnahmen sowie eine Reihe vorbildlicher Initiativen und Programme aus.

Landesrat Plank will die Bemühungen in Sachen Klimaschutz verstärken, zumal auch Niederösterreich bei der Reduktion des Kohlendioxidausstoßes noch viele internationale Vorgaben zu erfüllen hat. „Wir müssen das vorhandene Potenzial verstärkt nutzen", sagte Plank. Das gesteckte Ziel: den Kohlendioxidausstoß bis 2012 um rund 3,6 Millionen Tonnen zu reduzieren. Das Land Niederösterreich setze dabei vor allem auf die Gemeinden, so Plank: „Wir brauchen bei dieser Aktion sowohl Qualität als auch Breite; für beides soll ein Bündel von Maßnahmen sorgen, die von der Wohnbauförderung über Sparmaßnahmen im Verkehr bis zu einem neuen Ökostromgesetz auf Bundesebene reichen." 

Ein großes Anliegen ist dem Landesrat das neue Ökostromgesetz, in dem Ziele und Verantwortlichkeiten für ganz Österreich bindend festgeschrieben werden. In diesem Zusammenhang soll laut Plank ein Weg zur Erreichung der europäischen Klima-Ziele für 2020 und eine darüber hinausreichende langfristige Perspektive im Umweltbereich erarbeitet werden. „Um diese Vorgaben zu erreichen, braucht es gemeinsame Anstrengungen bei der Sanierung von Altbauten", so Plank. Die NÖ Landesregierung verfolge daher ein Programm zur Verdreifachung der bisherigen Anzahl der sanierten Gebäude, was insgesamt etwa 16.000 Bauwerken jährlich entspricht.  

Einen Schlüsselbereich in der Klimapolitik bildet laut Plank der Verkehrssektor: „Zentrales Ziel ist es, Mobilität von Personen und Gütern möglichst umweltfreundlich zu gestalten", so Plank. Daher müsse neben der Forcierung des öffentlichen Verkehrs in neue Technologien investiert werden, um den Kohlendioxidausstoß von Fahrzeugen zu reduzieren und die Emissionen schadstoffärmer zu machen, u. a. durch den Umstieg auf alternative Kraftstoffe und Antriebe, so Plank abschließend.

Nähere Informationen: Büro LR Plank, Klaus Luif, Telefon 02742/9005-12705, www.noe.gv.at/umwelt/klima.

 

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