29.12.2008 | 00:28

Letzte Ausbaustufe des Digitalfunks

Bund und Land NÖ vereinbarten Finanzierung

Innenministerin Maria Fekter, Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank und Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka haben nun das Finanzierungsmodell für den Endausbau des Digitalfunknetzes in Niederösterreich vereinbart. Mit diesem Verhandlungsergebnis, das die genaue Kostenaufteilung zur Errichtung des Digitalfunks BOS Austria zwischen Bund und Ländern regelt, hat Niederösterreich auch einen wichtigen Schritt für die bundesweite Umsetzung gesetzt. „Das gemeinsame und einheitliche Funksystem für alle Einsatzorganisationen hat sich seit der Betriebsaufnahme in den ersten Bezirken in Niederösterreich, sowie in den bereits flächendeckend ausgebauten Bundesländern Tirol und Wien im täglichen Einsatz bestens bewährt. Erstmals ist damit die direkte, reibungslose Vernetzung der Einsatzkräfte über ein gemeinsames digitales Funksystem möglich", betonte Fekter.

Das Innenministerium übernimmt die generellen Netzbetreiber-Gebühren sowie einen Anteil der Errichtungskosten für die zusätzlich erforderlichen Standorte und beteiligt sich mit 6,9 Millionen Euro in Form eines Investitionszuschusses am Endausbau, der im zweiten Quartal 2009 abgeschlossen sein soll. Um eine optimale Versorgung zu gewährleisten, werden nunmehr insgesamt 388 Standorte in das Netz eingebunden.

Plank hatte im Sommer 2005 die Grundsatzvereinbarung zur Errichtung eines neuen Funknetzes gemeinsam mit dem Landeskommandanten der Blaulichtorganisationen und der damaligen Innenministerin Liese Prokop unterzeichnet. „Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz, Arbeiter Samariter Bund, Berg-, Wasser-, Höhlen- und Flugrettung sowie sämtliche Rettungshundestaffeln werden ab Mitte 2009 die neue Technologie in Niederösterreich nutzen können. Auch die Katastrophenschutzbehörden auf Gemeinde-, Bezirks-, Landes- und Bundesebene sind in das Netz eingebunden. Im Katastrophenfall ist die Kommunikation zwischen allen Akteuren sichergestellt. Mit der Ausfinanzierung können wir das Netz allen freiwilligen Organisationen für die nächsten 25 Jahre kostenlos zur Verfügung stellen", so die Landesräte Plank und Sobotka.

Die positiven Rückmeldungen der Nutzer aus den bereits im Betrieb befindlichen Bezirken zeigen die Stärken der neuen Technologie. So konnte vor kurzem der Sucheinsatz von Feuerwehr, Polizei und Bergrettung nach einem vermissten Flugzeug am Hohen Lindkogel im Bezirk Baden mit den neuen organisationsübergreifenden Funkkanälen optimal abgewickelt werden. Das gemeinsame Funksystem gibt es bereits in den Bezirken Mödling, Baden, Wiener Neustadt, Bruck an der Leitha, Wien-Umgebung, Tulln, Gänserndorf, Mistelbach, Hollabrunn, Horn, Waidhofen an der Thaya und Gmünd. Der Bezirk St. Pölten folgt im Jänner 2009, die weiteren Bezirke werden nach und nach bis Mitte 2009 in Betrieb genommen.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, e-mail klaus.luif@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12705.

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