17.12.2008 | 16:52

Umfahrung Klosterneuburg für Verkehr freigegeben

Pröll: Neue Entwicklungsära für Stadt und Land

In Klosterneuburg wurde heute, 14. Dezember, von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Umfahrung im Zuge der Landesstraße B 14 für den Verkehr freigegeben. „Dieser Tag muss in die Geschichtsbücher der Stadt Klosternneuburg sowie des Landes Niederösterreich eingetragen werden. Die neue Umfahrung bringt eine höhere Lebensqualität, mehr Sicherheit, eine höhere Standortqualität und damit mehr Arbeitsplätze und auch eine bessere Anbindung etwa der kulturellen Juwele Klosterneuburgs", meinte Pröll. Zudem werde, so der Landeshauptmann, Klosterneuburg als bei Wien gelegene Stadt Dank dieser Umfahrung künftig über eine größere Konkurrenzfähigkeit zur Bundeshauptstadt verfügen. Pröll: „Heute wird eine neue Entwicklungsära für Klosterneuburg und für das Land Niederösterreich eingeleitet."

Die neue, zweispurige Umfahrung hat eine Länge von 3,6 Kilometern, wobei der erste Abschnitt an der Landesstraße B 14 auf Höhe des Gewerbegebietes Wiener Straße beginnt und das Gewerbegebiet in der Schüttau mit einem Kreisverkehr anschließt. Von dort aus verläuft die neue Umfahrung dann parallel zur Franz-Josefs-Bahn und unterquert die Donaustraße sowie den Weidlingbach. Dieser Tunnel, der eine Länge von 230 Metern aufweist, trägt den Namen „Johanna-Tunnel". Er beinhaltet Notrufnischen, eine durchgehende Beleuchtung sowie Leuchtdioden an beiden Fahbahnrändern. 1,5 Meter breite Sicherheitsstreifen und doppelte Sperrlinien sowie Reflektoren als Mitteltrennung sorgen für optimale Sicherheit. Vor dem Karl Inführ-Platz wird die Umfahrungsstraße schließlich mittels eines zweiten Kreisverkehrs an die L 118 angeschlossen.

Primäres Ziel der neuen Umfahrung war bzw. ist die Entlastung des Wohngebietes im Bereich der Niedermarktes und des Stadtplatzes sowie die Schaffung einer leistungsfähigen Anbindung an das Gewerbegebiet Schüttau. Das Verkehrsaufkommen auf der alten B 14 soll sich um ein Drittel verringern; man erwartet, dass künftig rund 15.000 Fahrzeuge weniger durch das Stadtgebiet fahren werden. Gleichzeitig wurde auch für einen verbesserten Hochwasserschutz gesorgt. Darüber hinaus wurden vier Meter hohe Lärmschutzwände errichtet. Als ökologische Ausgleichsmaßnahme wurden im Zuge einer Bestandsumwandlung rund 8 Hektar Fläche in einen naturnahen Auwald umgestaltet.

Der Baubeginn des 63 Millionen Euro teuren Projekts erfolgte Anfang Juli 2006, die Verkehrsfreigabe der Zufahrt Schüttau im Februar 2008. Im Zuge der Errichtung wurden unter anderem 300.000 Kubikmeter Erdreich bewegt oder Stützmauern im Ausmaß von zwei Kilometern sowie mehrere Brücken errichtet.

Nähere Informationen: Amt der NÖ Landesregierung, Gerhard Fichtinger, Telefon 02742/9005-56 01 41.

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