11.12.2008 | 13:40

Initiative „Bildungsbeauftragte in Gemeinden" gestartet

Bohuslav: Bildung zu den Bürgern bringen

Der Regionalverband Niederösterreich-Mitte startet mit Unterstützung des Landes Niederösterreich das Pilotprojekt „Bildungsbeauftragte in Gemeinden", in dessen Rahmen in Zukunft mehr Bildungsveranstaltungen im ländlichen Raum durchgeführt werden sollen. Dazu hat das Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich ein neues Weiterbildungsangebot erstellt, das den ab 2009 zu nominierenden Bildungsbeauftragten angeboten wird. Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, Mag. Alfred Riedl, Präsident des VP-Gemeindevertreterbandes, und Landtagsabgeordneter Dr. Martin Michalitsch, Obmann des Regionalverbandes Niederösterreich-Mitte, informierten heute, 11. Dezember, im Rahmen einer Pressekonferenz über die geplanten Verbesserungen und Maßnahmen im Bereich der Erwachsenenbildung.  

„Bildung bedeutet Existenzsicherung und ist auch die beste Maßnahme gegen Armut, gerade in Zeiten einer aufkommenden Wirtschaftskrise", sagte Bohuslav. Die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich hänge davon ab, wie effizient laufende Aus- und Fortbildung für die Landsleute möglich sei. Mit den Bildungsbeauftragten in den Gemeinden habe man sich entschlossen, noch stärker in die Bildung zu investieren, um das Angebot für die Menschen in den Regionen weiter zu verbessern. „Die Gemeinden werden ersucht, im kommenden Jahr Bildungsbeauftragte vorzuschlagen, da die Kommunen den besten unmittelbaren Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern haben", meinte Bohuslav abschließend.

„Basis dieser neuen Initiative im Bereich der Weiterbildung ist die im Jahr 2007 gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelte Zukunftsstrategie für die Region Niederösterreich-Mitte", betonte Michalitsch. Die Aufgaben der Bildungsbeauftragten seien beispielsweise die Vernetzung von Veranstaltern und Organisationen, die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen, die Veranstaltungs-Organisation und -Durchführung, eine umfassende Öffentlichkeitsarbeit für Bildungsthemen sowie Informationen über Fördermöglichkeiten. „Dazu braucht es natürlich auch eine Qualifizierung für die ehrenamtlichen Bildungsbeauftragten", so Michalitsch. Unter inhaltlicher Federführung des Bildungs- und Heimatwerks habe man deshalb einen Orientierungsworkshop bzw. ein mehrmodulares Qualifizierungsprogramm für Interessierte erstellt.

„Lebenslanges Lernen ist heute Voraussetzung für ein erfolgreiches Bestehen im Beruf", betonte Riedl. Mindestens genauso wichtig sei die Weiterbildung abseits von Beruf und Karriere, was auch interessante soziale Kontakte ermögliche und sich positiv auf das Dorfleben auswirke. Den Gemeinden sei es sehr wichtig, mit dieser neuen Struktur und diesem neuen Angebot auch jene Landsleute zu erreichen, die bisher die Bildungsmöglichkeiten nicht nützen konnten.

Nähere Informationen: Regionalverband NÖ-Mitte, Reinhard Weitzer, Telefon 0676/81 22 02 10.

 

 

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