03.12.2008 | 13:22

LH Pröll präsentierte Maßnahmen für Arbeitnehmer

Einrichtung einer Arbeitnehmer-Hotline und Ausweitung der Bildungsförderung

Im Zuge eines „ArbeitnehmerInnengespräches" stellte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute weitere Maßnahmen des Landes Niederösterreich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor. „Es geht vor allem darum, Arbeitnehmer so zu unterstützen, dass sie im Arbeitsprozess verbleiben können, und darum, Arbeitslosen zu helfen, wieder Arbeit zu bekommen", so Pröll.

Als eines von nur noch zwei Bundesländern mit noch immer sinkender Arbeitslosigkeit und einem prognostizierten Wirtschaftswachstum von 1,2 bis 1,3 Prozent verfüge Niederösterreich über eine gute Grundlage. Auch Niederösterreich würde die Rezessionsphase „ein wenig zu spüren bekommen", allerdings gehe es jetzt auch darum, nicht „zu sehr in den Pessimismus zu verfallen". 2009 werde es im Schnitt rund 3.000 Arbeitslose mehr geben, die wirtschaftliche Entwicklung werde „etwa der im Jahr 2007" entsprechen.

Das Land Niederösterreich werde jetzt Maßnahmen setzen, um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bestmöglich zu unterstützen. „Wir wollen auch einen Beitrag dazu leisten, dass die Wertschätzung älterer Arbeitnehmer wieder in ein richtiges Licht gerückt wird, denn diese sind flexibel, erfahren und verlässlich", so Pröll. Das Land Niederösterreich werde daher das breite Instrumentarium an Unterstützungsmaßnahmen von der Initiative 50 bis hin zur Bildungskarenz weiter forcieren. Die Bildungsförderung für 50+ soll vor allem in Richtung Umschulung ausgeweitet werden. Außerdem werde eine Arbeitnehmer-Hotline eingerichtet, um den Arbeitslosen den Zugang zu den Institutionen zu erleichtern und noch mehr Informationsmöglichkeiten zu bieten.

„Nach einem Wirtschaftsgespräch mit den Unternehmern haben wir ein umfangreiches Konjunkturpaket in der Höhe von 350 Millionen Euro geschnürt. Mit dem jetzigen Arbeitnehmergespräch verstärken wir nach der Schubkraft für die Unternehmen auch das Service für die Arbeitnehmer", betonte der Landeshauptmann.

Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner nahm zur Ausweitung der Bildungsförderung Stellung: „Bildung und Weiterbildung schützen vor Arbeitslosigkeit. Darum wird die NÖ Bildungsförderung in Richtung Umschulung ausgeweitet."

Seitens des AMS Niederösterreich betonte Mag. Karl Fakler, es habe sich heute um ein „vorsorgliches Gespräch" gehandelt: „Natürlich sehen wir mit Besorgnis in die Zukunft, allerdings ist heute ein weiterer Schritt gelungen, um gerüstet zu sein."

Mag. Reinhard Kos, Leiter des Personalwesens der Firma Welser Profile in Ybbsitz, berichtete, dass in diesem Unternehmen nun verstärkt auf die Schulung der Mitarbeiter gesetzt werde: „Wir erstellen Schulungsprogramme, um unsere Mitarbeiter weiter zu qualifizieren, und nutzen jetzt auch die Zeit, um unseren Anlagenpark auf den neuesten Stand zu bringen." Freisetzungen seien derzeit „kein Thema", der Mitarbeiterstand von 1.066 werde gehalten.

Johannes Gutmann von der Firma Sonnentor betonte, er sei „froh, auch ältere Mitarbeiter im Betrieb zu haben, denn sie bringen Erfahrung, Willen und Loyalität". Es gelte, deren Potenzial langfristig zu heben und zu fördern. Die Firma Sonnentor verzeichne auch heuer ein zweistelliges Wachstum.

 

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