28.11.2008 | 10:32

Trappenbestand in NÖ hat sich deutlich erholt

Plank: Konkrete Maßnahmen seit 1995

„Die österreichische Trappenpopulation ist wie auch jene in Ungarn und in der Slowakei jahrzehntelang kontinuierlich zurückgegangen. Durch eine Reihe von Schutzmaßnahmen konnte der Bestand in Niederösterreich stabilisiert werden und hat sich von 60 Tieren 1995 auf fast 200 Tiere im Jahr 2007 erhöht. „Mit den grenznahen Tieren in Ungarn und der Slowakei beträgt der Bestand derzeit mehr als 350 Tiere", betonte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank gestern, Donnerstag, bei der Jahreshauptversammlung des Trappenschutzvereins „Grüne Welt" in Sitzendorf an der Schmida. Bereits seit 1995 wurden durch Vertragsnaturschutzmaßnahmen Trappenbrachen angelegt, die nur einmal im Herbst gemäht bzw. gehäckselt werden.

Weiters werden seit 2001 in Niederösterreich EU-kofinanzierte Trappenschutzprojekte im Rahmen des Programms ländliche Entwicklung in den Gebieten des westlichen Weinviertels und im Marchfeld sowie in geringerem Umfang auch auf der Rauchenwarther Platte umgesetzt. Durch die Trappenschutzprojekte wurde das Ausmaß der Projektgebiete bereits wesentlich erweitert. Seit 2005 erfolgte eine Intensivierung der Maßnahmen zum Lebensraumschutz durch das LIFE-Projekt „Grenzüberschreitender Schutz der Großtrappe in Österreich" mit einem Gesamtvolumen von 5,8 Millionen Euro und einer Laufzeit bis 2010. „In der aktuellen Programmperiode ÖPUL 2007 konnte die Zahl an Großtrappenflächen über die Naturschutzmaßnahmen noch gesteigert werden. Derzeit sind etwa 300 Betriebe mit rund 4.000 Hektar mit Großtrappenflächen unter Vertrag", so Plank.

Ziele des LIFE-Projektes in Niederösterreich und im Burgenland ist die Optimierung der rund 5.500 Hektar (Niederösterreich: 4.000 Hektar, Burgenland: 1.500 Hektar) an bestehenden Trappenschutzflächen als Brut- und Nahrungsreviere, die Reduzierung der Verluste durch Kollision von Großtrappen mit Leitungsdrähten durch Markierung von Hochspannungsleitungen und Erdverkabelung von Mittelspannungsleitungen sowie die Ergänzung der laufenden Trappenschutzprojekte und der Slowakei und somit der längerfristige Anstieg der gesamten westpannonischen Trappenpopulation.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, e-mail klaus.luif@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12705.

 

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