27.11.2008 | 11:58

Neues Projekt „Wohn(t)raum Waldviertel" vorgestellt

Gabmann, Sobotka: Als Wohn- und Lebensstandort stärken

In St. Pölten präsentierten heute, 27. November, Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann und Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka das neue Projekt „Wohn(t)raum Waldviertel". Dieses auch als „Aktion 15" titulierte Projekt soll helfen, bis zum Jahr 2015 die Abwanderung in der Region um 15 Prozent zu reduzieren sowie einen 15-prozentigen Zuzug von HauptwohnsitzerInnen zu erreichen.

„Durch dieses Schlüsselprojekt soll es zu einer Stärkung der Gemeinden bzw. der Region kommen. Umfangreiche Maßnahmen mit dem Fokus auf die Stärkung des Waldviertels als Wohn- und Lebensstandort werden dabei umgesetzt", beschrieb Gabmann das neue Vorhaben.

„Dieses Projekt soll den Menschen das Waldviertel emotionell schmackhaft machen und eine Trendumkehr punkto Abwanderung bewirken. Es soll eine Motivation sein, ins Waldviertel zu kommen und dort zu bleiben", betonte Sobotka.

Die Basis für die Umsetzung des „Wohn(t)raums Waldviertel" bildet einerseits das Ende 2006 formulierte „10-Punkte-Programm" für das Waldviertel, andererseits eine Machbarkeitsstudie, die eruierte, welche Ziele für die Region erreichbar sind. An dem Projekt sind über 40 Gemeinden in den Bezirken Krems, Melk, Zwettl, Gmünd, Waidhofen an der Thaya, Horn und Hollabrunn beteiligt; Projektträger ist der Verein „Interkomm Waldviertel".

Primärer Eckpfeiler des Projekts ist die Inangriffnahme umfassender Marketing- und Werbeaktivitäten; auf Messen oder auch auf einer eigenen Internetplattform soll eine Imagekampagne für die Region durchgeführt werden. Weiters wird auf die Zusammenarbeit mit Projektpartnern, den Einsatz von Standortbeauftragten und Gemeindelotsen und den Aufbau eines Vertriebssystems in Wien gesetzt. Mit dem Verkauf bzw. der Vermietung von Immobilien und Flächen in den Gemeinden will man vor Ort aktiv werden, heimische Firmen mit energietechnischem und ökologischem Know-how werden bei Bau-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen eingebunden. „Es geht um den konsequenten Ausbau und das Anbieten von Lebens- und Wohnraum in den Dörfern", so Sobotka.

Zielgruppe sind neben Zweitwohnsitzern vor allem junge Familien mit Kindern und Angehörige der Generation 50+. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf 1,7 Millionen Euro, 850.000 Euro stellt das Land zur Verfügung. Für den Rest kommen Gemeinden und private Partner wie etwa „Raiffeisen" auf. Durch die Umsetzung erwartet man sich zusätzliche Investitionen in der Höhe von 100 Millionen Euro sowie eine Stärkung der Ertragsanteile. Zudem sollen durch die „Aktion 15" 1.400 Arbeitsplätze in der Region gesichert bzw. 400 neue geschaffen werden.

Das neue Projekt ist Teil zahlreicher jüngst gesetzter Maßnahmen bzw. eines Konjunkturpakets zur Stärkung des Waldviertels. Dazu gehören auch die gesundheitstouristischen Betriebe in Ottenschlag und in Traunstein, das Buskonzept Waldviertel, die Landesausstellung 2009 oder auch die Ortskernbelebung.

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