19.11.2008 | 13:04

Studie über jugendliche Alkoholszenen präsentiert

LR Bohuslav: „Hinschauen statt wegschauen"

Der Alkoholkonsum von Jugendlichen im öffentlichen Raum steht im Mittelpunkt einer Studie mit dem Titel „Jugendliche Alkoholszenen", die heute von Landesrätin Dr. Petra Bohuslav und den Autoren der Studie präsentiert wurde.

„Die Ergebnisse bestätigen die große Vielfalt und hohe Qualität der bestehenden Präventionsprojekte in Niederösterreich", so die Landesrätin. In Zukunft wolle man noch mehr auf die Vernetzung der Experten und Institutionen setzen. Bohuslav: „Unser Credo lautet ,Hinschauen statt wegschauen\', wir wollen Probleme dezidiert ansprechen und mit unserer präventiven Arbeit dazu beitragen, aus unseren Kindern und Jugendlichen krisenfeste Persönlichkeiten zu machen." Mit der Persönlichkeitsstärkung beginne man daher bereits in den Kindergärten und Volksschulen, etwa mit der Schulsozialarbeit, mit der im Jahr 2008 rund 22.000 Schülerinnen und Schüler an 42 Standorten betreut werden. Als Drehscheibe diene die „Fachstelle für Suchtvorbeugung". Zielgruppenorientierte Maßnahmen wie die „Checkpoints" in den Diskotheken oder die Vorträge „Mehr Spaß mit Maß" an den Schulen seien sehr erfolgreich, so Bohuslav.

Alexander Bernardis, Obmann des Vereins Jugend und Lebenswelt und Lehrbeauftragter an der FH St. Pölten, stellte in der Folge die wichtigsten Ergebnisse der vom Europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung in Kooperation mit den Studiengängen für Sozialarbeit an der Fachhochschule St. Pölten und der Fachhochschule Campus Wien durchgeführten Studie vor. Es sei davon auszugehen, dass der Alkoholkonsum von Jugendlichen zwar nicht mehr werde, jedoch verstärkt im öffentlichen Raum auftrete. Der Einstieg in den Alkoholkonsum erfolge früher und die Mädchen würden mit den gleichaltrigen Burschen gleichziehen.

Die Studie untersuchte den Alkoholkonsum von jugendlichen in der Straßenszene (stärker im städtischen Raum verankert, mehr Burschen, Versorgung durch Lebensmittelhandel und Tankstellen), Lokalszenen (z. B. Großveranstaltungen, eher im ländlichen Raum, sehr intensiver Alkoholkonsum über das Maß hinaus) und privaten Szenen. Um zu den Ergebnissen zu kommen, wurden Telefoninterviews, Beobachtungen, Gruppendiskussionen und Expertengespräche durchgeführt. Studentinnen und Studenten der Sozialarbeit waren wesentlich in die Studie eingebunden.

 

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