06.11.2008 | 11:19

Photovoltaik-Tagung im NÖ Landhaus

Plank: Erneuerbare Energien weiter forcieren

„Das Land Niederösterreich wird den Einsatz erneuerbarer Energieträger weiter forcieren. Da große Wasserkraftwerke kaum noch möglich sind und die Kleinwasserkraft weitgehend ausgebaut ist, liegen künftige Ausbaupotenziale vor allem in der Windenergie und in der Photovoltaik", erklärte Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank heute, Donnerstag, bei der Eröffnung der Photovoltaik-Tagung im NÖ Landhaus in St. Pölten. Photovoltaik sei in der Erzeugungskapazität unbegrenzt möglich. Würde man 600.000 Häuser  in Niederösterreich, was in etwa dem Gebäudebestand entspricht, mit einer 5 Kilowatt-Anlage versehen, würde dies rund 30 Prozent des Strombedarfs decken.

Plank forderte erneut ein effizientes Ökostromgesetz für den zügigen Ausbau der erneuerbaren Energie. „Von Bundesseite gibt es hier zu wenig Impulse. Deutschland zeigt uns dank eines maßgeschneiderten Ökostromgesetzes vor, wie Photovoltaik verbreitet werden kann. Allein 2007 wurden mehr als 1.100 Megawatt an Leistung installiert, umgerechnet auf Österreich wären das 110 Megawatt oder 22.000 Anlagen mit einer Leistung von fünf Kilowatt. Mit einer solchen Quote könnte nahezu der gesamte Stromverbrauch des Wohnungsneubaus abgedeckt werden", so Plank.

Durch Initiative des Landes konnten in Niederösterreich mit der Tarif-Kofinanzierung seit Oktober 2006 fast 600 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2,5 Megawatt gefördert werden. Sämtliche Förderanträge für Anlagen bis maximal fünf Kilowatt wurden bewilligt, womit Niederösterreich Nummer eins unter den Bundesländern ist. 

Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka wies darauf hin, dass Strom von der Sonne jedem Einzelnen die Möglichkeit bietet, das hauseigene Kraftwerk zu realisieren und Energie nachhaltig selbst zu erzeugen. Solarthermie und Photovoltaik werden die wichtigsten Themen dezentraler Selbstversorgung werden. „Die Photovoltaik-Förderung im Rahmen der Wohnbauförderung sieht einen Investitionszuschuss in der Höhe von 3.000 Euro pro Kilowatt vor. Photovoltaik ist teuer in der Anschaffung und braucht daher Förderungen für die Markteinführung", betonte Sobotka.

Die Photovoltaik-Tagung wurde in Kooperation von Landesakademie, Geschäftsstelle für Energiewirtschaft des Landes Niederösterreich, arsenal research und Photovoltaic Austria organisiert.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, Klaus Luif, e-mail klaus.luif@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12705.

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