05.11.2008 | 10:09

Hochwasserschutz an der Ybbs

Plank: „Schutz des Menschen hat oberste Priorität"

Im Auftrag des Landes Niederösterreich werden derzeit an allen Flüssen mit Siedlungsgebieten jene Bereiche ermittelt, die bei Hochwasser überflutet werden. Für den Oberlauf der Ybbs von der Gemeinde Lunz am See bis zu den Gemeinden Kematen und Allhartsberg liegen die Ergebnisse nun vor. In einer Informationsveranstaltung gestern, 4. November, in Waidhofen an der Ybbs wurden diese Ergebnisse der Bevölkerung vorgestellt.

Für Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank wurde damit ein wesentlicher Schritt in Richtung Hochwasserschutz gesetzt: „Wir haben somit die Grundlagen für alle weiteren Hochwasserschutzprojekte. Für die Umsetzung dieser Projekte hat das Land Niederösterreich ein umfassendes Finanzierungspaket geschnürt. Bis 2016 werden wir in Niederösterreich rund 600 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investieren. Das ist eine Verdoppelung der bisherigen Mittel. Damit ist es möglich, Schutzprojekte mit bis zu 80 Prozent der Investitionskosten zu fördern."

Um die vom Hochwasser gefährdeten Bereiche feststellen zu können, wurde der Talraum der Ybbs mit moderner Laser-Technik aus der Luft vermessen und so ein digitales Geländemodell entwickelt. Mit hydraulischen Berechnungen wurden die Auswirkungen unterschiedlicher Hochwässer ermittelt. Das Ergebnis ist eine Darstellung, welche Grundstücke überflutet werden und welche Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten zu erwarten sind. Erste Machbarkeitsuntersuchungen für zukünftige Schutzprojekte wurden durchgeführt. Die Ergebnisse sind auch unter www.noe.gv.at/Umwelt/Wasser/Hochwasserschutz.html abrufbar.

Die Abflussuntersuchungen sind eine wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage für die Gemeinden. Die Flächenwidmung ist auf Hochwassergefahren abzustimmen und auch in den Bauverfahren ist die Hochwassersituation zu berücksichtigen.

Trotz modernster Hochwasserschutzanlagen können Extremereignisse nicht verhindert werden. Um in solchen Situationen Schäden möglichst gering zu halten, können auf Basis der Abflussuntersuchungen von den Gemeinden und Einsatzkräften Katastrophenschutzpläne erstellt werden. Besonders wichtig sind bei einem drohenden Hochwasser ausreichende Vorwarnzeiten. Dazu baut das Land Niederösterreich derzeit ein Hochwasserprognosesystem für die Ybbs auf, das bis Ende 2009 in Betrieb gehen wird.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, Klaus Luif, e-mail klaus.luif@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12705, Abteilung Wasserwirtschaft, Dipl.Ing. Martin Angelmaier, Telefon 02742/9005-14775, e-mail martin.angelmaier@noel.gv.at, http://www.wasseristleben.at/.

 

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