29.10.2008 | 13:02

44 „Mädchen und Technik"-Tage in Niederösterreich

Mikl-Leitner: Wegweiser zu selbstbewusster Berufswahl

Unter dem Motto „14 - Was tun" organisieren und finanzieren das Land Niederösterreich und das Arbeitsmarktservice (AMS) Niederösterreich heuer insgesamt 44 so genannte „Mädchen und Technik"-Tage, an denen 13- bis 14-jährige Mädchen aus Niederösterreich die Chance erhalten, ihren technischen Talenten auf den Grund zu gehen. Diese Tage werden an 20 Geschäftsstellen des AMS NÖ, in denen auch BerufsInfoZentren (BIZ) untergebracht sind, in ganz Niederösterreich abgehalten. Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner überzeugte sich heute, 29. Oktober, in Gänserndorf vom Erfolg der Aktion.

„Die BIZ-Mädchentage sind eine gute Möglichkeit und ein wichtiger Wegweiser, Mädchen zu ermuntern, in der Berufswahl selbstbewusst eigene Wege zu gehen." Mädchen in technischen Berufen hätten bessere Chancen am Arbeitsmarkt, bessere Karrieremöglichkeiten sowie eine bessere Entlohnung zu erwarten. Die Initiative solle auch dazu beitragen, so Mikl-Leitner, dass Mädchen künftig nicht mehr vorwiegend aus einigen wenigen Lehrberufen auswählen.

Den Erfolg der Initiative unterstrich auch AMS NÖ-Chef Mag. Karl Fakler. Rund 60 Prozent der Mädchen, die an einem BIZ-Mädchentag teilgenommen haben, würden einen technischen Beruf zumindest in Erwägung ziehen.

Im Rahmen eines solchen Tages werden von den Mädchen unter der Anleitung von Ausbildnerinnen beispielsweise Solar-Objekte gebaut, Metall- und Holzteile be- bzw. verarbeitet oder Handy-Halter aus Kunststoff gestaltet. Alle Arbeitsplätze sind mit den benötigten Werkzeuggarnituren ausgestattet, die Maschinen werden unter professioneller Anleitung von Fachfrauen bedient. Die Kosten dieser Tage betragen rund 80.000 Euro, die das Land Niederösterreich und das AMS je zur Hälfte tragen.

Die Bedeutung von Initiativen wie dieser zeigen auch aktuelle Zahlen: So waren Ende September in Niederösterreich 562 Frauen lehrstellensuchend vorgemerkt, denen - gemeinsam mit den lehrstellensuchenden Burschen - 443 freie Lehrstellen gegenüberstehen. Die meisten freien Lehrstellen wurden im Bereich Fremdenverkehr sowie bei den Metall- und Elektroberufen angeboten. 244 der Lehrstellensuchenden interessierten sich für eine Ausbildung in der Metall- und Elektrobranche, allerdings waren nur 24 weiblichen Geschlechts.

Nähere Informationen: Frauenreferat, Maria Rigler, Telefon 02742/9005-13309, bzw. AMS NÖ, Martina Fischlmayr, Telefon 01/531 36-140.

 

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