16.10.2008 | 11:16

189.000 NiederösterreicherInnen armutsgefährdet

Heinisch-Hosek zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Armut

189.000 NiederösterreicherInnen seien armutsgefährdet, sagte Landesrätin Gabriele Heinisch-Hosek heute, 16. Oktober, in St. Pölten anlässlich des morgigen Internationalen Tages zur Beseitigung von Armut. Betroffen seien vor allem allein erziehende oder allein lebende Frauen sowie Frauen mit Migrationshintergrund und/oder im Niedriglohnsektor.

Die internationale Finanzkrise mit ihren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt werde zu einer Verschärfung der Situation führen, zeigte sich Heinisch-Hosek überzeugt. Bei niedrigen Einkommen - die Armutsgefährdungsschwelle liegt bei 893 Euro im Monat - mache bereits jetzt Wohnen und Essen fast die Hälfte des Einkommens aus. Zusammen mit der wachsenden Zahl geringfügiger Beschäftigungsverhältnisse, den steigenden Gaspreisen, den steigenden Strompreisen u. a. ergebe das einen „gefährlichen Armutscocktail".

Mittlerweile sei auch der Mittelstand armutsgefährdet, betonte die Landesrätin: Bereits 60 Prozent aller ArbeitnehmerInnen wären ohne ihr Einkommen armutsgefährdet. Dazu komme, dass arbeitslose Männer und Frauen in Österreich nur 55 Prozent ihres Letztbezuges als Arbeitslosengeld erhielten, der EU-Schnitt liege bei 68 Prozent.

Als Gegenmaßnahmen forderte Heinisch-Hosek auf Bundesseite die Erhöhung und Verlängerung des Arbeitslosengeldes sowie die rasche Umsetzung der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Auf Landesebene regte sie die Installierung einer Arbeitsstiftung für Frauen nach oberösterreichischem Vorbild an, diesbezüglich werden Gespräche mit Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner folgen.

Nähere Informationen beim Büro LR Heinisch-Hosek unter 02742/9005-12560, Rita Klement.

 

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