03.10.2008 | 14:10

20 Jahre Landesakademie

LH Pröll bei NÖ Zukunftstag 2008

Der „NÖ Zukunftstag 2008" stand heute, 3. Oktober, ganz im Zeichen des Jubiläums „20 Jahre Landesakademie". Die jährliche Trendveranstaltung, die in diesem Jahr zum zehnten Mal stattfand, trug auch heuer dem Generalthema Zukunft Rechnung. Die Festvorträge wurden von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und von Matthias Horx, einem der bekanntesten Trend- und Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum, gehalten.

„Keine Zukunft vermag gut zu machen, was man in der Gegenwart versäumt", leitete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll seine Ansprache mit einem Zitat von Albert Schweitzer ein. „Jene, die an das Morgen denken, müssen im Heute entscheiden und handeln", so Pröll. Gerade die aktuelle Situation sei auch von Unsicherheiten und Ungewissheiten geprägt, spielte Pröll auf die Finanzmarktkrise an, da gelte es, „das Herz in die Hand zu nehmen". In Niederösterreich sei in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten viel erreicht worden, weil man „dem Optimismus eine Chance" gegeben habe. Bei der Arbeit für Niederösterreich wolle man sich an mehreren Grundsätzen orientieren, so der Landeshauptmann. Zum Einen gelte es, im Hinblick auf die Zukunft auf feste Grundlagen der Gegenwart aufzubauen. So sei die wirtschaftliche Ausgangssituation in Niederösterreich sehr gut und es sei gelungen, Niederösterreich zu „internationalisieren und damit europäische Anerkennung zu finden". Zum Zweiten sei es entscheidend, klare Ziele vor Augen zu haben. Für Niederösterreich seien dies: Niederösterreich soll zu einer sozialen Modellregion in Europa werden, Niederösterreich soll zu einem führenden Bildungs- und Forschungsland im internationalen Kontext werden und Niederösterreich soll seinen klaren, eigenständigen Weg fortsetzen. Zum Dritten brauche es möglichst viele Menschen, die bereit sind, sich einzubringen, betonte Pröll, der sich damit auch bei der NÖ Landesakademie bedankte: „Die NÖ Landesakademie ist seit 20 Jahren eine Institution, die uns Zukunft liefert. Die Landesakademie ist zur Eintrittskarte für die Wissensgesellschaft geworden."

Die Entwicklung von der „agrarischen Welt" über die „industrielle Kultur" hin zu dieser Wissensgesellschaft stand im Mittelpunkt des Referats des Zukunftsforschers Matthias Horx. „Zukunft ist niemals linear, Zukunft hat immer Varianten", so Horx. Der Zufall, Verhandlungen und Verträge sowie Erwartungen seien Faktoren, die „Zukunft produzieren". Wesentlich für die weitere Entwicklung hin zu einer Wissens-Ökonomie seien Faktoren wie Kooperation, Bildung, Lebensqualität und mentale Wellness. Auch den Regionen und dem lokalen Wirken würde wieder neue Bedeutung zuwachsen, so Horx, der betonte: „Zukunft entsteht durch die Gestaltung gelungener Perspekiven wie Vertrauen und Hoffnung, Dankbarkeit, Mut, Verstand und Neugier."

Die NÖ Landesakademie wurde vor 20 Jahren gegründet. Ihre ursprüngliche Bestimmung war es, eine Universität in Niederösterreich vorzubereiten. Dies ist mit der Eröffnung der Donau-Universität in Krems im Jahr 1995 umgesetzt worden. Daraufhin folgte eine Neuorientierung zur Denkwertstatt, Zukunftsakademie und Dienstleisterin für Niederösterreich. 100 Publikationen wurden von der NÖ Landesakademie bisher herausgegeben. An die 300.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in den vergangenen 20 Jahren das Bildungsangebot der NÖ Landesakademie genutzt.

 

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