19.09.2008 | 09:54

777 Jahre „Privilegiertes uniformiertes Bürgerkorps"

Rund 50 wehrhistorische Gruppen kommen nach Wiener Neustadt

Das „Privilegierte uniformierte Bürgerkorps Wiener Neustadt" feiert morgen, Samstag, 20. September, sein 777-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass veranstaltet der Traditionsverein ein großes Fest mit rund 50 wehrhistorischen Gruppen aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, Oberösterreich und der Steiermark, Monheim/Rhein und Brünn.

Die Geschichte des Bürgerkorps ist mit der Stadtgeschichte eng verbunden. Schon zu Zeiten der Stadtgründung erhalten die Bürger das Vorrecht, ihre befestigte Ansiedlung mit Waffen zu verteidigen. Die offizielle Gründung des Bürgerkorps erfolgt 1231. Ende des 18. Jahrhunderts erhält das Bürgerkorps von Kaiser Franz II. eine eigene Verfassung und die Aufgabe, bei Abgang des Militärs die nötigen Wachen zu stellen und für die innere Sicherheit zu sorgen. Die bewaffneten Bürger formieren sich in vier Kompanien und erhalten Uniformen. Ab 1824 wird das Korps mit den noch heute gebräuchlichen „Bärenmützen" ausgestattet. Im Ersten Weltkrieg stellt das Bürgerkorps eine eigene Wachkompanie. Seit 1922 besteht das Bürgerkorps auf Vereinsbasis und hat nur noch repräsentative Aufgaben, darf aber seit 1927 in den alten Traditionsuniformen auftreten. Es ist dem jeweiligen Bürgermeister der Stadt unterstellt und tritt bei Traditionsveranstaltungen bzw. bei offiziellen Anlässen auf.

Weitere Informationen: Mag. Thomas Iwanschitz, Magistrat der Statutarstadt Wiener Neustadt, Öffentlichkeitsarbeit, Telefon 02622/373-310.

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