18.09.2008 | 13:23

Emmausgemeinschaft erweiterte Frauen-Wohnheim/Tageszentrum

Heinisch-Hosek: Bringt rasche Hilfe in Krisensituationen

Von den rund 40 österreichischen bzw. 9 niederösterreichischen Vereinen, welche die von Delogierung oder Obdachlosigkeit bedrohten bzw. betroffenen Menschen helfen und betreuen, sei die Emmausgemeinschaft St. Pölten eine der größten Organisationen, sagte heute, Donnerstag, 18. September, Landesrätin Gabriele Heinisch-Hosek bei einer Pressekonferenz in St. Pölten.

Das Gebäude in der Stephan Buger-Gasse, das für Frauen ein Tageszentrum, ein Wohnheim und eine Notschlafstelle beinhaltet, ist erweitert und generalsaniert worden, weil die Anzahl der Menschen, die dringend Hilfe brauchen, sukzessive immer größer wurde. „Die Zielgruppe, die hier besonders Hilfe benötigte, waren Frauen zwischen 18 und 40 Jahren", sagte Heinisch-Hosek. Auch seien vereinzelt minderjährige Mädchen und - ganz selten - über 50-jährige Frauen gekommen. Krisenbeziehungen, oft auch Gewalt, Delogierungen und der Arbeitsplatzverlust seien die Gründe, warum Frauen hierher kommen.

Das Land Niederösterreich hilft z. B. durch den kürzlich wieder beschlossenen Heizkostenzuschuss, der eine Unterstützung von jeweils 200 Euro bringt, um Menschen zu helfen, die sich wegen der hohen Kosten für Brennmaterial das Heizen nicht oder nur schwer leisten können.

Die Generalsanierung und Erweiterung des Gebäudes, 2007 in Angriff genommen und Ende Juli 2008 abgeschlossen, kostete rund 850.000 Euro. Das Land trägt mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss von 313.500 Euro und - über die NÖ Wohnbauförderung - mit einem gestützten Darlehen von 400.000 Euro den Großteil der Baukosten. Die Restsumme wurde aus Spenden und durch Eigenleistungen der Emmausgemeinschaft St. Pölten aufgebracht.

Durch den Umbau des Hauses stehen für Frauen jetzt 23 Plätze im Wohnheim, 15 Plätze im Tageszentrum und 4 Plätze in der Notschlafstelle zur Verfügung. Im Durchschnitt leben derzeit 15 bis 18 Frauen im Wohnheim, 12 bis 14 Frauen nutzen täglich die Möglichkeiten des Tageszentrums. Die Emmausgemeinschaft hat in diesem Haus fünf hauptamtlich, vier geringfügig und eine fallweise Beschäftigte.

Nähere Informationen: http://www.emmaus.at/

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