15.09.2008 | 11:39

LH Pröll und BM Bartenstein zur Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik

„Niederösterreich ist Trendsetter"

„Niederösterreich ist Trendsetter für die gesamte Republik" waren sich Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bundesminister Dr. Martin Bartenstein anlässlich eines Arbeitsgespräches zur aktuellen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik einig.

Auch wenn „Gewitterwolken am weltweiten Konjunkturhimmel aufziehen" würden, sind die Eckdaten für Niederösterreich sehr positiv, informierte Landeshauptmann Pröll im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz heute, Montag, 15. September. Niederösterreich habe im Jahr 2007 ein Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent verzeichnet. Sehr erfreulich sei auch der kontinuierliche Rückgang der Arbeitslosigkeit seit nunmehr zweieinhalb Jahren. Während andere Bundesländer bei der Arbeitslosigkeit bereits wieder Steigerungen zu verzeichnen hätten, habe Niederösterreich auch im August ein Minus von 5,7 Prozent vorzuweisen. Mit 580.000 Beschäftigten sei auch in diesem Bereich ein absoluter Rekord erreicht worden, seit 1993 seien damit rund 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden, so Pröll.

Angesichts der sich abzeichnenden Konjunktureintrübung würden bereits jetzt „strategische Schritte" gesetzt, informierte der Landeshauptmann. Bei den Betriebsansiedlungen sei es gelungen, seit Jänner rund 60 Betriebe in Niederösterreich anzusiedeln, etwa die Firma Moeller im Schmidatal oder Böhler-Uddeholm in Kematen. Bei den Betriebsrettungen habe sich gezeigt, „wo sich die Spreu vom Weizen trennt in der Wirtschaftspolitik", verwies Pröll auf erfolgreiche Rettungen der Firmen Battenfeld, Austria Frost und Eybl, aber auch auf das Zusperren von Glanzstoff, wo „die Anstrengungen der unterschiedlichen Verantwortungsträger differenziert zu sehen" seien.

Als arbeitsmarktpolitische Maßnahmen würden nun das Lehrlingsauffangnetz weiter geführt, bei den Langzeitarbeitslosen habe man sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2008 rund 400 wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. Sehr erfolgreich würde auch die NÖ Exportoffensive laufen, berichtete Pröll: Die NÖ Wirtschaft verdiene bereits vier von zehn Euro im Ausland. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Niederösterreich zu einer sozialen Modellregion zu machen. Daher wollen wir zunächst möglichst viel und mehr als andere erwirtschaften, um dieses ,Mehr\' dann für die sozial Schwächeren einzusetzen", betonte Pröll abschließend.

„Niederösterreich ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sozialpolitisch ein Trendsetter", sagte Bundesminister Bartenstein und erwähnte dazu etwa das NÖ Pflegemodell. Die steigende Zahl der Exporte und das über dem Österreich-Durchschnitt liegende Wirtschaftswachstum seien „Zeichen der Stärke Niederösterreichs".

 

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