04.09.2008 | 13:24

Arbeitsbesuch von Landeshauptmann Pröll in Südböhmen

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich

Einen Arbeitsbesuch im tschechischen Kreis Südböhmen absolvierte heute, Donnerstag, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kreishauptmann Jan Zahradnik in Budweis berichtete Landeshauptmann Pröll über die Ergebnisse eines gemeinsamen Arbeitsgespräches, das sich vor allem um die Themen Gesundheit und Verkehr drehte.

„Wir wollen den Besuch nutzen, um unsere persönliche Freundschaft wieder aufzufrischen und herzlich zu den Fortschritten und Erfolgen im Kreis Südböhmen zu gratulieren", sagte Pröll.

„Eines der Projekte, das heute besprochen wurde, ist eine Neuheit im gesamten Europa", kündigte Pröll eine enge grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich an. In Zukunft solle unter dem Projekttitel „healthacross" im Sinne der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung über politische Grenzen hinweg zusammen gearbeitet werden. So soll etwa das Landeskrankenhaus in Gmünd, das derzeit über 185 Betten verfügt, mit verschiedenen Dialyse-, Kur- und Rehabilitätseinrichtungen in Südböhmen kooperieren. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dieses Projekt bis 2010 umzusetzen", sagte Pröll, der für dieses „mustergültige Projekt" auch auf entsprechende finanzielle Unterstützung aus Brüssel hofft.

Ein zweiter Themenbereich der Gespräche war die Verkehrspolitik, insbesondere die Elektrifizierung der Franz-Josefs-Bahn und Planungen im Bereich des Straßenbaus zwischen Budweis, Zwettl, Krems und St. Pölten. Diese „pulsierende Wirtschaftsregion" solle so gut wie möglich weiter entwickelt werden, etwa auch durch eine Vereinheitlichung des Wegeleitsystems, so der niederösterreichische Landeshauptmann.

Zur Frage der Flughafenentwicklung in Budweis hielt Pröll fest: „Ich habe größtes Interesse daran, dass der Flughafen Wien-Schwechat eine Kooperation mit dem Flughafen Budweis ins Auge fasst, weil ich glaube, dass sich hier Synergieeffekte ergeben können."

Auch Kreishauptmann Zahradnik bedankte sich für die „sehr gute Zusammenarbeit" zwischen Niederösterreich und Südböhmen, die man auch in Zukunft „weiter pflegen und entwickeln" wolle.

Auf dem Programm des Arbeitsbesuches stehen auch die Besichtigung des Krankenhauses in Budweis und ein Besuch des Instituts für Systembiologie und Ökologie der Akademie der Wissenschaften in Nove Hrady.

Der tschechische Kreis Südböhmen verfügt über eine Fläche von rund 10.000 Quadratkilometern und ist einer von 14 Kreisen in Tschechien (neue Verwaltungsgliederung im Jahr 2000). Südböhmen zählt rund 627.000 Einwohner und gliedert sich in sieben Bezirke und 623 Gemeinden. Budweis ist die Hauptstadt, Verwaltungssitz und kultureller sowie wirtschaftlicher Mittelpunkt.

 

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