01.07.2008 | 00:57

Vertragsunterzeichnung über ÖAMTC-Notarzthubschrauber

LH Pröll: Land NÖ stellt pro Jahr 1 Million Euro zur Verfügung

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Dkfm. Hans-Peter Halouska, Generalsekretär des ÖAMTC, unterzeichneten heute den Vertrag zur Weiterführung der ÖAMTC-Notarzthubschrauber in Niederösterreich.
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Dkfm. Hans-Peter Halouska, Generalsekretär des ÖAMTC, unterzeichneten heute den Vertrag zur Weiterführung der ÖAMTC-Notarzthubschrauber in Niederösterreich.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Dkfm. Hans-Peter Halouska, Generalsekretär des ÖAMTC, haben heute den Vertrag zwischen dem Land Niederösterreich und dem ÖAMTC über die Weiterführung der Notarzthubschrauber in Niederösterreich unterzeichnet. Damit sei der Einsatz der Rettungs-Hubschrauber für die kommenden Jahre abgesichert, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Rahmen eines Pressegespräches.

Im Jahr 1983 wurde der erste Rettungs-Hubschrauber in Krems stationiert, 1984 folgte der zweite in Wiener Neustadt. 2001 wurde das Flugrettungszentrum Ost in Wiener Neustadt eröffnet, 2004 folgte ein weiterer Hubschrauber in Ybbsitz im Mostviertel. Im vergangenen Jahr wurden rund 3.800 Einsätze in Niederösterreich geflogen, bundesweit waren es rund 15.100 Einsätze.

„Die heutige Vertragsunterzeichnung gewährleistet die Einsätze der Rettungs-Hubschrauber in Niederösterreich in den nächsten Jahren. Bis zum Jahr 2013 wird das Land Niederösterreich pro Jahr eine Million Euro zur Verfügung stellen", so Pröll. Die Rettungshubschrauber seien eine wesentliche Säule der medizinischen Versorgung in Niederösterreich und die Garanten für eine schnelle Erstversorgung. Viele Unfallopfer konnten so vor bleibenden Schäden bewahrt werden, betonte der Landeshauptmann. Durch die Größe des Bundeslandes und das lange Straßennetz seien rasche Einsätze besonders wichtig.

Für Pröll ist die heutige Vertragsunterzeichnung auch ein wichtiger Teil der Entwicklung des Landes Niederösterreich zur sozialen Modellregion in Europa: „Die ‚gelben Engel\' sind für uns das sichtbare Zeichen unseres Willens, an diesem Ziel intensiv weiter zu arbeiten."

Pröll kritisierte im Zuge des heutigen Pressegespräches auch, „dass noch nicht klar ist, wie der Bund mit dieser Form des Rettungswesens weiter vorgehen will". Der Bund solle sich an der Vorgehensweise des Landes Niederösterreich ein Beispiel nehmen. Er werde sich daher an die Spitze einer Bewegung setzen, „um den Bund dazu zu bringen, klar Farbe zu bekennen."

Generalsekretär Halouska sprach von einem „Tag der Freude" für den ÖAMTC und bedankte sich für die „jahrelange Zusammenarbeit, die von wechselseitigem Vertrauen getragen ist." Der heute unterzeichnete Vertrag sei ein schöner Erfolg und eine gute Basis für ein hoffentlich gleich gutes Ergebnis auf Bundesebene, forderte Halouska auch eine Lösung im Bund.

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