12.06.2008 | 09:30

Umsetzung von „Gender Mainstreaming" in Förderstellen

Mikl-Leitner: Vom „Lippenbekenntnis" zur Verwirklichung

„Gender Mainstreaming" als Wort ist mittlerweile schon relativ gut bekannt, was konkret dahinter steht, ist für viele Menschen aber noch unklar, die Umsetzung stellt oftmals eine Herausforderung dar. Die Beratungsstelle „NÖ Gender Fokus" hat sich daher jüngst mit eben dieser Herausforderung im Förderbereich beschäftigt und praxisnahe Anwendungsmöglichkeiten für diesen Bereich erarbeitet. Heute, Donnerstag, 12. Juni, werden im NÖ Landhaus in St. Pölten um 14 Uhr die Ergebnisse dieses Prozesses präsentiert.

„Wir haben damit einen wesentlichen Schritt vom ‚Lippenbekenntnis\' Chancengleichheit zu deren Verwirklichung gemacht", betont Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner im Vorfeld bzw. im Zusammenhang mit der Durchführung des Projekts, dessen Inhalte eine wichtige Basis für die zukünftige Arbeit darstellen.

Bei „NÖ Gender Focus" handelt es sich um eine Beratungsstelle, die seit rund eineinhalb Jahren Förderstellen zur Umsetzung von Programmen des „Europäischen Fonds für Regionalentwicklung" (EFRE) bei der Implementierung von Gender Mainstreaming berät und unterstützt. Das Angebot erstreckt sich dabei von der Vermittlung von Genderkompetenz über die beispielhafte Anwendung von Gendermethoden in Projekten und die Entwicklung und Initiierung von Maßnahmen und Aktivitäten bis hin zu methodischer Grundlagenarbeit, Recherchen und Expertisen. Als Projektträgerin fungiert die NÖ Landesakademie, Abteilung Politik und Verwaltung.

Den Hintergrund für die Beschäftigung von „NÖ Gender Fokus" gerade mit dem Förderbereich bildet die Tatsache, dass den diversen Förderstellen der NÖ Landesverwaltung bei der Umsetzung von Gender Mainstreaming in EU-Programmen eine wichtige Funktion zukommt. Beim gegenständlichen Projekt lag der Schwerpunkt auf der Integration von Gender Mainstreaming in die tägliche Arbeit. Im Rahmen dessen wurde einerseits Wissen anhand von praktischen Beispielen aus dem jeweiligen Arbeitsbereich vermittelt, andererseits wurden gemeinsam konkrete Handlungsschritte erarbeitet. Ebenso wurde im Rahmen einer Befragung der Status quo von bereits vorhandenen Gender-Ansätzen in der Praxis ermittelt. Auch die Anforderungen für die weitere Umsetzung wurden eruiert.

Nähere Informationen: NÖ Frauenreferat, Maria Rigler, Telefon 02742/9005-13309, www.noe.gv.at/chancengleich.

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