09.06.2008 | 16:57

Plank für steuerliche Anreize bei Sanierungen

Thermische Sanierung: Bis zu 80 Prozent Energieeinsparung

Umwelt-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank will sich dafür einsetzen, dass die steuerlichen Anreizsysteme für Wohnungssanierungen seitens des Bundes verbessert werden. „Dazu müssten im Rahmen der Einkommensteuererklärung bzw. der Arbeitnehmerveranlagung die Kosten von Wohnraumsanierungen als Sonderausgaben anerkannt, der Höchstbetrag für Sonderausgaben im Bereich Sanierung erhöht und sofern notwendig, derartige Anreize auch für das Mietrecht adaptiert werden. Das sollte die bestehenden Anreizsysteme bei Fremdfinanzierung nicht ersetzen, sondern ergänzen", schlägt Plank vor.

Derzeit sind die Kosten für die Sanierung von Wohnraum nur dann mehrjährig als Sonderausgaben absetzbar, wenn die anfallenden Baukosten fremdfinanziert wurden. Für Plank wäre es ein wesentlicher Schritt, diese Investitionen auch bei Finanzierung über Eigenkapital steuerlich mehrjährig absetzbar zu machen.

Im niederösterreichischen Wohnbaumodell wurden im Zuge der Umsetzung des Klimaprogramms 2004 bis 2008 zusätzliche Anreize für energetisches Bauen und Sanieren geschaffen. „Um die Emissionsreduzierungen vor allem im Sanierungsbereich weiter deutlich zu erhöhen, sind neben den bestehenden Landesförderungen zusätzliche steuerliche Anreize seitens des Bundes notwendig", betont Plank.

Vor allem der Gebäudebestand aus den Nachkriegsjahren ist gekennzeichnet durch schlechte Dämmung der Außenhülle und hohen Heizkosten und CO2-Emissionen. Daher muss gerade dort maßgeblich investiert werden. Durch umfassend thermisch-energetische Sanierungen können bis zu 80 Prozent Energie eingespart werden. Besonders dort, wo Hauseigentümer und Mieter nicht ident sind, braucht es einen entsprechenden Anreiz für den Eigentümer.

Weitere Informationen: Büro LR Plank, Christian Milota, e-mail christian.milota@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12701.

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