26.05.2008 | 13:20

LH Pröll: Start der Sammelaktion für NÖ Landesausstellung 2009

Gesamtinvestitionen von bis zu 25 Millionen Euro

In St. Pölten erfolgte heute, 26. Mai, der Startschuss einer Sammelaktion für die nächste NÖ Landesausstellung, die nächstes Jahr - voraussichtlich vom 17. April bis 1. November - erstmals grenzüberschreitend im Kunsthaus Horn, im Lindenhof Raabs und auf Schloss Telc abgehalten wird. Anlass für die Schau, die derzeit den Arbeitstitel „Österreich Tschechien. Im Herzen Europas" trägt, ist der Fall des Eisernen Vorhanges vor 20 Jahren.

Von den Gesamtinvestitionen von 22 bis 25 Millionen Euro erwarte er sich, betonte dabei Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, einen entsprechenden Schub schon in der Vorbereitung sowie nachhaltige wirtschaftliche Impulse für die ehemalige Grenzregion, die mitsamt ihren vielen Kultur- und Naturschönheiten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt werden soll. In der touristischen Vorbereitung seien unter Ausnützung entsprechender EU-Förderungen bereits eine Umfeldanalyse durchgeführt, eine Qualitätsoffensive in Gastronomie und Hotellerie gestartet und eine Reihe an Kooperationspartnern wie die Stifte Altenburg und Geras, der Nationalpark Thayatal u. a. gewonnen worden.

Inhaltlich - mit den Schwerpunkten Geschichte in Horn, Grenze in Raabs und Kultur in Telc - gehe es darum, so Pröll weiter, die „gemeinsame Geschichte aufzuarbeiten und auf dieser Basis einen gemeinsamen Blick in die Zukunft zu werfen". Dabei sei es insbesondere sehr wichtig, auch die Jugend auf die Wurzeln und historischen Grundlagen aufmerksam zu machen. Kuratiert wird die Ausstellung von Dr. Stefan Karner, schon „Vater" der Staatsvertragsausstellung auf der Schallburg im Jahr 2005, und Dr. Michal Stehlík, Dekan der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität in Prag.

Und wie schon auf der Schallburg soll auch diesmal eine Sammelaktion persönliche Zeitdokumente zu Tage bringen, die in die Ausstellung integriert werden und der inhaltlichen Gestaltung eine besondere Form geben. Durch diese authentischen Einblicke in das Leben während der Zäsuren 1918, 1938, 1945, 1968 und 1989 solle die Landesausstellung „nicht nur interessieren, sondern auch integrieren", betonte der Landeshauptmann. Damit sei auch garantiert, dass die Schau nicht nur einen kleinen auserlesenen Kreis, sondern - gestaltet von der Bevölkerung für die Bevölkerung - die Menschen auf breitester Ebene anspreche.

Im Rahmen der Sammelaktion werden insbesondere Fotos, Filme, Tagebücher, Briefe, Ausweise, Dokumente, Bücher und spezielle Erinnerungsstücke aus den Jahren 1918, 1938, 1945, 1968 und 1989 gesucht. Personen, die Leihgaben für die Ausstellung haben, oder sich als Zeitzeugen an besondere Ereignisse erinnern, werden gebeten, sich an die kostenfreie Telefonnummer 0800 10 1989 2009, per e-mail an mailto:saamelaktion@noe-landesausstellung.at oder schriftlich an das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, 1040 Wien, Wiedner Gürtel 58/4a-5, zu wenden. Nähere Informationen unter http://www.noe-landesausstellung.at/, http://noe.orf.at/ oder im ORF-Teletext auf Seite 288.

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