26.05.2008 | 00:10

Neues Universitäts- und Forschungszentrum in Tulln

Pröll: Bewirkt starken Impuls für Niederösterreich

In Tulln wird ein neues Universitäts- und Forschungszentrum errichtet: Ab dem Frühjahr 2011 sollen in dem neuen Gebäude rund 350 Forscherinnen und Forscher arbeiten.
In Tulln wird ein neues Universitäts- und Forschungszentrum errichtet: Ab dem Frühjahr 2011 sollen in dem neuen Gebäude rund 350 Forscherinnen und Forscher arbeiten.© NLK Diese Datei steht nicht mehr zum Download zur Verfügung. Bild anfordern

Niederösterreich stelle schon seit Jahren erfolgreich unter Beweis, dass Forschungseinrichtungen, an denen internationale Wissenschafter lehren und arbeiten, starke wirtschaftliche Impulse auslösen, weitere Institutionen anziehen und Betriebsansiedlungen vor Ort ermöglichen, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 26. Mai, bei der Präsentation des Bauprojekts für das neue Universitäts- und Forschungszentrum in Tulln. Nahe dem bereits bestehenden Interuniversitären Forschungsinstitut für Agrarbiotechnologie Tulln (IFA) wird ein neues zweigeschossiges Gebäude mit 15.000 Quadratmeter Nutzfläche in Passivhausbauweise errichtet. Die Investitionskosten dafür betragen 54,8 Millionen Euro. Fertig wird der Neubau im Herbst 2010. Insgesamt sollen ab Frühjahr 2011 rund 350 Forscherinnen und Forscher im neuen Gebäude arbeiten.

Ein zwischen dem Land Niederösterreich, der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU), den Austrian Research Centers (ARC) und der Stadt Tulln vereinbarter Rahmenvertrag regelt die Planung, die Errichtung und den Betrieb des Forschungszentrums. Dabei sollen universitäre und außeruniversitäre Forschungs- und Entwicklungsbereiche in Tulln konzentriert werden. Seitens der BOKU wird der Schwerpunkt im Bereich der Ressourcen orientierten Technologien und nachwachsenden Rohstoffen liegen. Das ARC wird sich mit dem Bereich Biotechnologie und Genetik als Forschungspartner einbringen.

Für den Landeshauptmann erfüllt der Standort Tulln mit der gut ausgebauten Verkehrsinfrastruktur, den effizienten Bus- und Bahnverbindungen, dem geplanten zentralen Bahnhof in Tullnerfeld sowie der hohen Lebensqualität die spezifischen Anforderungen, um den Entwicklungen in Forschung und Technologie entsprechen zu können. Mit der Bündelung der bereits bestehenden Einrichtungen sei es möglich, ein Forschungszentrum „von nationaler Bedeutung und mit internationaler Anerkennung aufzubauen". Zudem stehe der mit dem IFA vor über elf Jahren begonnene Schwerpunkt in Tulln für die neue Identität Niederösterreichs, wodurch das Land heute mit den Technopolstandorten in Tulln, Wiener Neustadt und Krems auch über ein eigenes Wissenschafts- und Forschungsprofil verfüge. Ziel sei es, bis 2010 die Zahl der in Niederösterreich tätigen WissenschafterInnen von derzeit 1.000 auf 2.000 zu verdoppeln.

 

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