07.04.2008 | 11:54

Landesklinikum Wiener Neustadt: Neubau oder Sanierung?

Pröll: Entscheidung noch vor dem Sommer

Im Landesklinikum Wiener Neustadt traf Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, 7. April, mit der Leitung des Spitals zu Gesprächen über die Zukunft dieses Krankenhausstandortes zusammen. Dabei gab der Landeshauptmann den Auftrag, noch vor dem heurigen Sommer Fakten zu präsentieren, auf deren Grundlage eine Entscheidung für eine Generalsanierung des Hauses oder für einen kompletten Neubau getroffen werden kann. Die Kosten für einen Neubau würden sich nach derzeitigen Berechnungen auf 400 bis 500 Millionen Euro belaufen, eine Sanierung sollte um lediglich 10 Prozent günstiger sein.

Der Landeshauptmann sagte, dass eine Entscheidung für eine Sanierung oder einen Neubau „so rasch wie möglich fallen muss". Ein Neubau ermögliche eine bessere Planbarkeit, stelle aus städtebaulicher Sicht eine große Chance dar und wäre auch rascher umzusetzen. „Auch die örtliche Nähe zu ‚MedAustron\' wäre ein zusätzliches Argument für einen neuen Neubau", so Pröll. Laut Vertretern des Krankenhauses würde auch das Personal, das zu 20 Prozent aus der Stadt Wiener Neustadt und zu 80 Prozent aus den Umlandgemeinden kommt, einen Neubau präferieren. „Dennoch gibt es noch viele Argumente und Überlegungen, die abgestimmt werden müssen, und es muss so schnell wie möglich ein Dialog mit der Bevölkerung von Stadt und Region geführt werden", betonte Pröll.

Im Landesklinikum Wiener Neustadt sind rund 2.200 MitarbeiterInnen beschäftigt. Probleme gibt es derzeit etwa mit Teilen der Bausubstanz oder auch mit der technischen Versorgung. Besonderes Gewicht haben im Haus die Onkologie, der Herzkathederbereich sowie die Strahlentherapie, wobei letztere Ende der achtziger Jahre erbaut wurde und die jüngste bauliche Veränderung im Klinikum darstellt.

 

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